Geilenkirchen - Gemeinsames Konzert: Besuch der Shoa-Überlebenden

Gemeinsames Konzert: Besuch der Shoa-Überlebenden

Von: Georg Schmitz
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Die beiden Musiklehrer Thomas Kamphausen (l.) und Maria Slagboom (r.) sowie Christa Nickels von der „Initiative Erinnern Geilenkirchen“. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das ist bisher einzigartig in Geilenkirchen: Ein Begegnungskonzert bringt am kommenden Donnerstag nicht nur sechs Schulen musikalisch unter ein Dach, sondern insbesondere vier Geilenkirchener Überlebende des Holocaust mit Bürgern ihrer Heimatstadt zusammen.

Durch einen Anstoß der „Initiative Erinnern Geilenkirchen“ kommt ein öffentliches Konzert zustande, an dem sich erstmals alle Schulformen beteiligen.

Mit den beiden Grundschulen in Gillrath und Immendorf, der Realschule Geilenkirchen, dem Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg, der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule und dem Bischöflichen Gymnasium St. Ursula musizieren am Donnerstag, 4. September, ab 18 Uhr sechs Schulen in der Aula des Gymnasiums. Grund für das einzigartige Konzert ist der Besuch der Shoa-Überlebenden aus Geilenkirchen, die nach mehr als 70 Jahren zusammen mit Angehörigen aus Israel und den USA in ihre frühere Heimatstadt zurückkehren. Während des einwöchigen Besuches ist das Begegnungskonzert die einzige Veranstaltung, zu der die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist.

Im Innenhof des St.-Ursula-Gymnasiums wird ein großer Übertragungs-Monitor installiert, damit bei eventueller Überfüllung der Aula die Menschen das Konzert auch draußen miterleben können. „Wir versuchen, den schrecklichen Erinnerungen unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger an Geilenkirchen eine schöne Erinnerung hinzuzufügen“, nennt Thomas Kamphausen eines der Ziele, die mit dem Konzert verfolgt werden. Außerdem werde allen Bürgern die Möglichkeit der Begegnung mit den Überlebenden eingeräumt. „Für dieses Konzert haben wir eigens einen Projektchor gegründet“, sagt Musiklehrerin Maria Slagboom.

Die Lieder des Konzerts würden auf Deutsch, Englisch und Französisch, das von allen Schulen gemeinsam dargebrachte Schlusslied auf Hebräisch vorgetragen. Das musikalische Spektrum des vom Bundesprogramm „Toleranz fördern –Kompetenz stärken“ geförderten zweistündigen Konzertes umfasst Pop, Klassik und Jazz. Das Begegnungskonzert werde in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung sein, sind sich die beiden Fachlehrer Maria Slagboom und Thomas Kamphausen einig. Besonders die Grundschüler seien gefordert, denn sie müssten inhaltlich darauf vorbereitet werden, man müsse sie mit dem Hintergrund vertraut machen. „Dieses Begegnungskonzert wird für unsere Schüler ergreifend sein“, ist sich Slagboom sicher. Es eröffne sich nebenbei die Gelegenheit der schulformübergreifenden Zusammenarbeit, betonen beide Musiklehrer. Sie freuen sich auf das Begegnungskonzert am Donnerstag um 18 Uhr und hoffen auf große Resonanz der Bevölkerung.

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