Gelungenes Konzert an besonderem Ort: Großer Besucherandrang

Von: a.s.
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Das Finale des Konzertes spielten Janina Heyderhoff, Jannik Heyderhoff, Senta Kreimer und Patrik Weizel. Foto: Andrea Schever
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Für ihr „Quia respexit humilitatem“ von Bach erhielt Margaux Marggraf reichen Applaus.

Geilenkirchen-Teveren. Man wolle mit den Konzerten an besonderen Orten erreichen, dass Menschen auch einmal an einen Ort kommen, an den sie normalerweise vielleicht nicht gelangen – so erklärt es die Musikschule Geilenkirchen. Auch wenn wohl einige der Gäste bei diesem Konzert schon einmal in der evangelischen Kirche Teveren waren, war es doch sicher für alle etwas anders diesmal.

Denn in der Kirche, die so gut besucht war, dass einige Gäste in der Eingangstür stehen mussten, erklangen für einen sakralen Raum ungewohnte Klänge.

Die Eröffnung des Konzertes übernahmen die Gruppen der musikalischen Früherziehung: Meira Bendt, Lilli Eisele, Roxiane Guissou, Longine Grafen, Sophie Hall, Linda Krüger, Emily Rozynek, David Rudi, Lilly Marie Schmidt, Miko Schumacher, Corin Sturmans und Mats Vossel. Darauf folgte Gabriel Seifert am Klavier mit dem Volkslied „Ist ein Mann in Brunn‘ gefallen“. Danach zeigte Aileen Essen mit ihrer Gitarre bei den „Studien in Moll“, was sie in den vergangenen Monaten gelernt hat. Mareike Tümmers begeisterte mit einem Medley aus aktuellen Charthits von Taylor Swift und Clean Bandit und brachte, begleitet von ihrer Lehrerin Lisa Plecikova, einige Zuhörer zum Mitwippen.

Mit dem abwechslungsreichen „Durch Berg und Tal“ zeigte Raffaela Di Sarno am Klavier, welche Melodien sie bereits auf den schwarzen und weißen Tasten beherrscht. Maxime Jansen träumte unter Begleitung ihrer Lehrerin Anne Heese auf der Geige die „Träumerei“ von Robert Schumann. Das Lied „We remain“ von Christina Aguilera trug Michelle Schmidt, begleitet von Lonneke Beersma am Klavier, gekonnt vor und brachte die Zuhörer beim idealen Klang in dem kleinen Kirchenraum dazu, ihr fasziniert zu lauschen. Sie erhielt kräftigen Applaus für ihre hervorragende Leistung.

Mit dem kurzweiligen und beschwingten „Fröhlichen Landmann“ konnten die Gäste beim Geigenspiel von Janina Heyderhoff in Gedanken auf Reise gehen und danach der von Angelina Herschko auf der Geige gespielten „Polka Nr. 1“ lauschen. Etwas leise, aber ausgesprochen harmonisch und gleichmäßig präsentierte Jonas Kroschewski „Eine Stadt erwacht“. Im Anschluss sang Dana König, begleitet vom Klavierspiel Lonneke Beersmas, das emotionale „Mama“ von Christina Stürmer. Trotz der Änderung ihres vorgetragenen Stückes begeisterte sie das Publikum mit ihrem emotionalen und klaren Gesang. Auch Melanie Küppers präsentierte zusammen mit ihrer Lehrerin Anne Heesen auf der Geige das wohl geübte „Nach grüner Farb‘ mein Herz verlangt“.

Hochkonzentriert und fehlerfrei spielte Daniel Sudhues, begleitet von Pascal Janssen, vierhändig den Charthit „Run“ von Leona Lewis. Gemeinsam präsentierten Luca Claßen am Schlagzeug und Justin Backes am Klavier das allseits bekannte Pianostück „River runs in you“ von Yiruma und gingen mit einer kleinen Verständigungsschwierigkeit während des Spielens souverän um wie erwachsene Künstler.

Als einziger erwachsener Sänger beteiligte sich Helmut Heuschen, begleitet von Josef Pfaffen an der Orgel, mit „Wohin soll ich mich wenden“ aus Schuberts „Deutscher Messe“. Das an Gottvater gerichtete Stück passte zudem gut in die für dieses Konzert gewählte Räumlichkeit. Alexandrea Mehrler und Elena Stamm spielten begleitet von ihrer Lehrerin Anne Heesen das traditionelle „Swing low“, gefolgt von einem weiteren bekannten Stück: „Colors of the wind“ aus Pokahontas wurde vom Querflöten-Ensemble mit Elena Kühne, Annika Mund und Judith Stassen vorgetragen. Ruhig und für ihr Alter stimmgewaltig präsentierte Margaux Marggraf, begleitet von Olga Kreimer am Klavier, das „Quia respexit humilitatem“ aus Bachs „Magnificat“.

Das Finale des Konzerts stellte ein Monarzt-Menuett, vorgetragen von Janina Heyderhoff, Jannik Heyderhoff, Senta Kreimer und Patrik Weizel an der Geige, dar. Die Musikschule bedankte sich bei den Gästen für ihren Besuch und bat um eine kleine Spende, damit der lange gehegte Wunsch, für die jungen Musikerinnen und Musiker ein eigenes E-Piano für auswärtige Konzerte anzuschaffen, hoffentlich schon bald in Erfüllung gehen kann.

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