Gelobad: Neues Schwimmbad ist offiziell eröffnet

Von: Markus Bienwald
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Wasserspaß garaniert: Die jüngsten Besucher um Sam-Luka Renner und seine Mutter Angelique in der Mitte haben besonders viel Spaß im neuen Gelobad. Foto: mabie
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Das Gelobad hat auch ein ganz neues Logo bekommen. Foto: mabie
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Während Badleiterin Veronika Heupgen und Bürgermeister Georg Schmitz noch die Schlüssel ausprobieren... Foto: mabie
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... springen die Nachwuchs-Schwimmer des ATV Geilenkirchen als erste ins Wasser. Foto: mabie
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Die ersten Besucher: 150 Gäste kommen zur Baderöffnung am Samstag.

Geilenkirchen. Eine dicke Überraschung hatten sich die Offiziellen am Premierentag des neuen Hallenbades im Stadtteil Bauchem bis zum Schluss aufgehoben. Denn mit der Enthüllung des Schildes „Gelobad“ standen nun endlich auch der neue Name und das Logo fest, beides wurde bis zuletzt geheim gehalten.

„Auf dem neuen Logo entdecken Sie den Papagei aus unserem Stadtwappen, so dass das Gelobad eindeutig mit unserer schönen Stadt verbunden ist“, erklärte Bürgermeister Georg Schmitz.

Während der Name in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur entstanden sei, verließen sich die Stadtoberen bei der Bau-Ausführung ganz auf die Expertise von Architekt Heinrich Blass und seinem Team. Und der freute sich nicht nur, dass Verwaltung und Politik ihm dabei vertraut hatten, ein so außergewöhnliches und modernes Bad zu schaffen.

Er wischte sich auch die letzten Schweißperlen einer spannenden abschließenden Bauphase von der Stirn. „Gestern wurde noch die letzte Tür eingesetzt“, berichtete er den gut 150 Neugierigen, die das neue Bad direkt zur Eröffnung in Augenschein nehmen wollten.

Und die durften sich schon auf dem neu geschaffenen Vorplatz an der Skulptur von Künstler Willi Arlt erfreuen. Er schuf aus Resten der Dachkonstruktion des alten, vor rund vier Jahren abgebrannten Bades und neuen Elementen eine flammenartige Skulptur, die an die Historie und den Brand erinnert. „Dass es eine Flamme wurde, hat sich erst später ergeben“, gestand der Künstler.

Stolz auf das Geschaffene zeigte sich auch der Erste Bürger, der in das vielfach geäußerte Lob für den kompletten Neubau auch seinen Amtsvorgänger Thomas Fiedler einbezog. „Die Überlegung, das Bad nicht neu zu errichten, wurde recht schnell verworfen“, blickte Schmitz zurück.

Die Überzeugung innerhalb der Verwaltung und bei den politischen Vertretern sei zu groß gewesen, dass ein Schwimmbad aller Mehrkosten zum Trotz auch immer einen besonderen Mehrwert für die Bürger darstelle. „Ich bin überzeugt, dass wir für Geilenkirchen den richtigen Schritt gewagt haben und heute ein zukunftsfähiges Schwimmbad präsentieren“, so Schmitz.

Zeitgerecht und unfallfrei

Vor dem offiziellen Segen durch Pfarrer Peter Frisch freute sich auch der Architekt, dass letztlich alles zeitgerecht und unfallfrei fertiggestellt wurde. Schön geworden sei es obendrein, sagte er, denn mit dem gleichzeitig geschaffenen Vorplatz, der großzügige Sitzgelegenheiten und zwei Bouleflächen integriere, seien quasi zwei Vorhaben in einem umgesetzt worden.

„Aus der Hinterhof-Situation des Bades ist etwas ganz Neues entstanden“, so der Architekt. Dazu habe der ohnehin anfallende Bodenaushub als Sichtschutz für den als Liegewiese nutzbaren Außenbereich dienen können.

Stolz war er auch auf die Akustik des Bades, die so gar nichts mehr vom halligen und lauten Eindruck gewöhnlicher Bäder hat. Davon konnten sich als erste die Schwimmer vom ATV Geilenkirchen überzeugen, die nach einem Pistolenschuss durch Georg Schmitz als erste durch das bis dahin noch ruhige Wasser pflügen durften.

Und während die Besucher noch die vielen Details, wie beispielsweise auch die in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten Heinz Pütz erarbeitete, weitestgehende Barrierefreiheit des Bades bestaunten, ging es im Bereich für Nichtschwimmer und Kleinkinder schon hoch her. Hier war vor allem der kleine Sam-Luka Renner ein Beweis dafür, wie sich vor allem die jüngsten Besucher im Gelobad richtig wohlfühlen können. Er nutzte die integrierten Wasserspiele, um andere Badegäste nass zu machen, und jubelte dabei.

Vorfreude war es auch, die die neue Leiterin Veronika Heupgen und ihr rühriges Team im Vorfeld hatten. Nachdem das Logo offiziell enthüllt war, schritten sie gemeinsam mit den Damen und Herren des DLRG-Ortsverbandes Geilenkirchen zur ersten Wache.

Für die DLRG wie auch für viele andere vereinsmäßige Nutzer ging mit dem Startschuss für den neuen Badbetrieb eine lange Durststrecke zu Ende. „Wir mussten immer nach Linnich fahren, das war nicht nur ein logistischer Aufwand, die vielen Fahrten haben auch zusätzlich gekostet“, so Dietmar Schiffers von der DLRG. „Und gerade bei unserem Ortsverband, in dem es viele junge Leute gibt und wir viele Ausbildungsstunden haben, waren die Übungen natürlich besonders wichtig“, schloss Schiffers.

Doch nach vier Jahren ohne eigenes Bad dürfen sich nicht nur die DLRGler auf neues Schwimmvergnügen freuen, auch das Schulschwimmen hat im Gelobad wieder eine Heimat gefunden. Veronika Heupgen war es auch, die gemeinsam mit dem Verwaltungschef den eigens von Architekt Heinrich Blass überreichten, symbolischen Schlüssel zum Gelobad ausprobieren durfte.

„Der passt nicht“, sagte sie lachend, „aber das macht nichts, denn noch haben wir nicht zu allen Türen einen passenden Schlüssel“. Dennoch durfte das betriebsfertige Bad am Abend schon seine erste, zum Glück nur sprichwörtliche Feuertaufe erleben: Bei der mit großem Aufwand veranstalteten Poolparty durfte so richtig gefeiert werden.

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