Gangelt-Vinteln - Gelebte Gemeinschaft auf offenem Feld

Gelebte Gemeinschaft auf offenem Feld

Von: hama
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Jahr für Jahr sind es mehr Gläubige, die dafür sorgen, dass es eng wird bei der Kräuterweihe rund um das von der Dorfgemeinschaft gepflegte Kapellchen. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Zum letztjährigen Jubiläum der Kräuterweihe war auch Weihbischof Karl Reger (3. v. r.) angereist.

Gangelt-Vinteln. Zur Kräuterweihe erwartet die Vintelner Dorfgemeinschaft am 15. August wieder viele Gäste an der kleinen Kapelle, die von Lindenbäumen beschattet in der Feldflur steht. Im letzten Jahr, zum 25-jährigen Bestehen, gab sich nicht nur Weihbischof Karl Reger die Ehre und wollte dieser wunderbaren Messe unter freiem Himmel einmal beiwohnen.

Auch die Figur des Johannes kehrte in die Kapelle zurück.

Als einer der Jünger Jesu gehörte er viele Jahre zu der Kreuzigungsgruppe, die im Zentrum des kleinen Gotteshauses stand. Bei Renovierungsarbeiten in den 60er Jahren wurden Johannes und Maria aus dem Ensemble entfernt. Übrig blieb das alte Holzkreuz, das 2010 von Renate von Birgeln restauriert wurde. Unter dem Gips der rund 1,50 Meter hohen Figur des Johannes konnte Renate von Birgeln die Originalfarben wieder zum Vorschein bringen.

An diesem Freitag, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, wird um 19 Uhr der Gottesdienst in Vinteln beginnen. Dann erlebt der unscheinbare Ort, an dem man üblicherweise nur einzelne Wanderer oder Radfahrer antrifft, die in der stillen Feldflur Andacht suchen, eine Wandlung. Jahr für Jahr sind es mehr Gläubige, die dafür sorgen, dass es eng wird rund um das von der Dorfgemeinschaft gepflegte Kapellchen, das aus den 1890er Jahren stammt.

Mindestens 300 Besucher werden erwartet. Vinteln und die Feldwege sind dann mit Autos und Fahrrädern zugeparkt. Da Sitzgelegenheiten nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen, erkennt man den Kräuterweihe-Profi daran, dass er seinen eigenen Stuhl dabei hat.

Die bunten Kräutersträuße, gepflückt und gebunden von den Frauen der Pfarren aus Gangelt, Stahe-Niederbusch und Hastenrath, bilden schließlich einen Rahmen für diese Messe unter freiem Himmel. Wenn es dann von einem der Pfarrer heißt, die Gläubigen sollen „das Gute von dieser Messe mit nach Hause“ nehmen, sind wohl nicht nur die Kräutersträuße gemeint, sondern eine Mischung aus Gottes Wort und gelebter Gemeinschaft, die am Ende mit einem bunten, gesegneten Kräuterstrauß garniert wird. Auch in diesem Jahr werden, wie so oft in der Vergangenheit, die Kräutersträuße lange nicht für alle Besucher ausreichen. Deshalb lautet das Motto des Tages: selber binden.

Für den musikalischen Rahmen sorgen wieder einmal die Kevelaermusiker, deren Musik ohne den üblichen Hallraum einer Kirche weit ins Land getragen werden. Pfarrer Daniel Wenzel wird die Messe zelebrieren, Pfarrer Andreas Krieg sich in der Predigt mit „Maria als Vorbild“ beschäftigen. Erstmals wird das Kirchenentwicklungsteam über die Arbeit in der Weggemeinschaft vor Ort informieren. Die christliche Gemeinschaft, das Gebet, das Singen, das Miteinander, bildet einen Teil dieser Messfeier. Nach der Messe wird auf dem Hof der Eheleute Christel und Ernst Horrichs zur „Vintelner Kirmes“ eingeladen.

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