Geilenkirchen - Geilenkirchens Schulen bekommen über 2 Millionen Euro

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Geilenkirchens Schulen bekommen über 2 Millionen Euro

Von: Udo Stüßer
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Mehr als 2 Millionen Euro wird der Stadt Geilenkirchen für die Schulen zur Verfügung gestellt werden. Symbolfoto: Frank Leonhardt/dpa

Geilenkirchen. Förderprogramm des Landes NRW zur Stärkung der Schulinfrastruktur hilft auch Geilenkirchen: Rund 2,1 Millionen Euro erhält die Stadt aus dem Programm „Gute Schule“. Das Geld soll für Sanierung, Modernisierung und Ausbau der baulichen und digitalen Infrastruktur verwandt werden.

Der Betrag wird als Kredit von der NRW.Bank ausgezahlt, Tilgungs- und Zinsleistungen übernimmt das Land. Die Stadt Geilenkirchen erhält in den Jahren 2017 bis 2020 jeweils 537.027 Euro, wobei zehn Prozent für Digitalisierungsmaßnahmen und 90 Prozent für die bauliche Sanierung der Schulen genutzt werden sollen.

Die Verwaltung hatte den Mitgliedern des Bauausschusses nun vorgeschlagen, das Kontingent für Digitalisierungsmaßnahmen in einem gerechten Maßstab je nach Größe der Schule zu verteilen. Mit diesen Mitteln soll jede Schule mit einem Breitband-Glasfaseranschluss versorgt und eine Netzinfrastruktur aufgebaut werden. Anders, so schlug die Verwaltung vor, solle man bei der Verteilung der Bausanierungsmittel in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro verfahren. Dieses Geld soll nach Bedarf ausgegeben werden.

Diesen Bedarf hatte Beigeordneter Herbert Brunen in Gesprächen mit den Schulleitern ermittelt. Auf der Prioritätenliste stehen demnach die energetische Sanierung der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule für 1,5 Millionen Euro, die Sanierung des Blitzschutzes an der städtischen Realschule für 80.000 Euro und die Erneuerung der Lehrküche in der Realschule für 350.000 Euro.

40 Jahre alte Lehrküche

Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig. Verwundert zeigte sich allerdings Gabi Kals-Deußen, Fraktionsvorsitzende „Für GK!“: „Die Realschule ist ein Auslaufmodell. Lohnen sich die Ausgaben für eine Lehrküche? Kann das Geld nicht sinnvoller ausgegeben werden?“ Der technischer Beigeordneter Markus Mönter entgegnete: „Der Bedarf ist da.“

Und Herbert Brunen machte deutlich, dass die derzeitige Lehrküche rund 40 Jahre alt sei und nicht mehr den Standards entspreche. Eine Erneuerung sei bereits seit Jahren fällig. Auch widersprach er der Auffassung von Kals-Deußen, dass die Realschule ein Auslaufmodell sei: „Die Schülerzahlen sind konstant, eher steigend. Die Zweizügigkeit ist gesichert.“

Ruth Thelen (Grüne) wunderte sich, dass keine Grundschule auf der Prioritätenliste steht. „Mit dem Geld werden Bedarfe finanziert, die die Schulen bereits angemeldet haben. Für mehr hätte es nicht gereicht. Das Konzept wurde allen Schulleitern vorgelegt, es gab keine negativen Äußerungen“, antwortete Brunen.

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