Geilenkirchen - Geilenkirchener Liedernachmittag: Ergreifend, lustig, kraftvoll

Geilenkirchener Liedernachmittag: Ergreifend, lustig, kraftvoll

Von: Renate Kolodzey
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Das Chor-Ensemble, bestehend aus Stephanie Baumeister, Mathilde Draht, Heike Dünkel, Marion Meyers, Nicole Pfeifer und Laura Wurm, beeindruckte mit einem Stück aus der „Zauberflöte“. Foto: Renate Kolodzey
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Die siebenjährige Alegra Muhamedagic sang sich mit „Wir sind hier“ in die Herzen der Zuschauer.

Geilenkirchen. „Musik erfreut das Herz und ist Balsam für die Seele“, heißt es, und die Geilenkirchener Musikschule leistete kürzlich mit ihrem Liedernachmittag im Haus Basten von Schülerinnen aus den Gesangsklassen von Migena Gjata, Olga Kreimer und Petra Snieders einen beschwingten Beitrag hierzu. Begleitet wurden sie am Klavier von Olga Kreimer und Eduardo Tow.

Das Chor-Ensemble mit Stephanie Baumeister, Mathilde Draht, Heike Dünkel, Marion Meyers, Nicole Pfeifer und Laura Wurm machte mit der Zauberflöte und „Bald prangt, den Morgen zu verkünden…“ den Anfang. Die Sängerinnen ernteten viel Beifall, wie auch alle nachfolgenden Beiträge. Mozarts „Porgi, amor, qualche ristoro“ aus „Figaros Hochzeit“ interpretierte Laura Heinen feinfühlig und teils voller Konzentration mit geschlossenen Augen.

Mathilde Draht gab dem Publikum augenzwinkernd Mozarts „Warnung“ vor jungen Männern mit auf den Weg: „Sperrt die Zuckerplätzchen ein!“ Welche Dramatik Liebe entwickeln kann, führte Laura Wurm gefühlvoll mit „O mio babbino caro“ aus Puccinis „Gianni Schicci“ vor Augen. Fröhlich ging es weiter mit Verdis „Stornello“ und Nicole Pfeifer, Bärbel Menke schloss sich nachdenklich stimmend an mit „Selve amiche“, den „Freundlichen Wäldern“ von A. Caldara.

Marion Meyers verstand es sodann, „Mon Coeur s’ouvre à ta voix“ aus „Samson und Delilah“ von C. Saint-Saens überaus ausdrucksstark darzubieten. Das dramatische „Voi lo sapete, o mamma“ aus „Cavalleria Santuzza“ von P. Mascagni visualisierte Stephanie Baumeister derart eindringlich, dass man die Verzweiflung förmlich spürte.

Vor Margaux Marggrafs Auftritt – ihr vorläufig letzter für die Musikschule, da sie nach dem Abitur an der Kölner Musikhochschule Gesang studieren möchte – überraschte ihre Gesangslehrerin Olga Kreimer sie mit einem Abschiedsgeschenk, einer Stimmgabel, „damit du immer den richtigen Ton findest“.

Ihr nun folgendes „Vokalise“ von Rachmaninow beherrschte vom ersten Ton an den Raum bis in den hintersten Winkel, fast schien es, als vibrierte er. Ungemein kraftvoll und doch sanft bewältigte sie auch die schwierigsten Höhen und rührte manchen Zuhörer zu Tränen.

Als perfekt harmonierendes Duo entpuppten sich Stephanie Baumeister und Mathilde Draht in dem russischen Volkslied „Nicht der Wind biegt meine Zweige“, während Ronja Steegers sehnsuchtsvoll A. L. Webbers „Könntest du doch wieder bei mir sein“ aus dem „Phantom der Oper“ Ausdruck verlieh. Katja Jensens weiches Timbre wiederum passte hervorragend zu „Beauty and the Beast“.

Die ergreifende Melodie „I don’t know how to love him“ aus Webbers „Jesus Christ Superstar“ wusste Heike Dünkel zu intonieren, während es bei ihrer Tochter Simone, die „Part of your world“ von A. Menken aus „Arielle, die Meerjungfrau“ sang, schien, als „lebe“ sie jedes Wort.

Eine humoristische Einlage boten nun Heike Dünkel und Marion Meyers mit „Mister Sandman“ von P. Ballard: In weiß-blau gestreiftem Nachtgewand, mit Mütze und Kerze brachten sie schwungvoll die Gäste zum Lachen und bewiesen, dass Emanzipation auch vor Sandmännern nicht Halt macht.

Last but not least kam die jüngste Generation an die Reihe: Sarah-Kay Happel (12) wagte sich an Adeles „Rolling in the deep“, Alegra Muhamedagic (7) bekräftigte „Wir sind hier“ von S. v. Velvet. Ekin Aydemir (10) intonierte H. Hamdis „Lieblingsmensch“. Allesamt outeten sie sich als talentierte Nachwuchs-Sängerinnen.

Ehe sich die Gäste mit brausendem Schlussapplaus bei den großen und kleinen Sängern bedankten, gab ihnen das Chor-Ensemble noch als Ohrwurm „Gabriellas Lied“ von S. Nielsson aus dem Film „Wie im Himmel“ mit auf den Nachhauseweg.

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