Geilenkirchen/Schleiden - Geilenkirchener Gesamtschüler stellen auf Vogelsang aus

Geilenkirchener Gesamtschüler stellen auf Vogelsang aus

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Soldaten hinter Maschendraht zeigt dieses Werk eines Schülers. Foto: alg
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Auch dem Schicksal von Anita Lichtenstein widmete man sich. Foto: alg

Geilenkirchen/Schleiden. Am 21. März bekam die Erinnerungsausstellung der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen ein neues Zuhause. Die bereits aus der Kreissparkasse und der Teverener Nato-Airbase bekannte Ausstellung, bestehend aus Arbeiten von Schülerinnen und Schülern, zog in die Gemäuer der Burg Vogelsang in Schleiden um.

Die Werke entstehen jedes Jahr in der Nachbereitung der fünftägigen Bildungsfahrt der Gesamtschule und ihrer Gäste nach Krakau und Auschwitz. „Eine Nachbereitung, insbesondere künstlerischer Art, der Erlebnisse in den Gedenkstätten ist elementarer Bestandteil unseres umfassenden Erinnerungskonzeptes, dem wir uns durch unseren Namen verpflichtet fühlen“, so Uwe Böken, Schulleiter der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule.

Die Exponate, Modelle, Grafiken, Bilder und abstrakten Figuren zeigen unverfälscht den Blick der Schülerinnen und Schüler auf die Eindrücke und Erfahrungen, die sie aus Krakau und Auschwitz mitgebracht haben. Zu sehen ist die Ausstellung kostenlos noch bis zum 26. Juni im Besucherzentrum der Vogelsang IP.

„Es freut mich besonders, als Teil des Kollegiums und Sprecher der Geilenkirchener Initiative Erinnern an der Durchführung dieser Ausstellung mitwirken zu können und bin den Kollegen S. Krystof, J. Maurer, B. Nefgen und E. Gehlken sehr dankbar, für die tolle Konzeptionierung, die es ermöglicht, die Perspektive unserer Schüler als Multiplikator der Erinnerung sichtbar zu machen“, ergänzte Ausstellunginitiator Hans Bruckschen.

Die Idee zur Präsentation der Ausstellung weit über die Grenzen von Geilenkirchen hinaus entstand im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen der Gesamtschule und der Vogelsang IP in Schleiden. Die Ausstellungen von Schulen dienen dort zukünftig als Vorausstellung vor der eigentlichen Hauptausstellung „Herrenmenschen“, die dort zu besichtigen ist. „Wichtig ist uns hierbei, dass unsere Ausstellung eine weitere Perspektive auf die Untaten der Täter am Ort der Täter gibt und damit direkt mit der Hauptausstellung korrespondiert“, unterstrich Susanne Krystof, Kollegin an der ALG und Mitglied in der Initiative Erinnern.

Die praxisnahe Kooperation von Vogelsang und den angegliederten Bildungspartnerschulen soll zukünftig weiter ausgebaut und auch untereinander vertieft werden. Erste Ideen gibt es schon zwischen der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule und dem St. Michael Gymnasium Bad Münstereifel, das ebenfalls in diesem Jahr auf Vogelsang ausgestellt hat. Abschließend konstatierte Schulleiter Uwe Böken, dass es wichtig sei, dass Erinnerung sichtbar gemacht werde, indem man sich überregionaler Netzwerke und Konzepte bediene, um die Menschen zu erreichen.

 

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