Geilenkirchener Gesamtschüler besuchen Partnerschule im Baltikum

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Riga/Geilenkirchen. Auch in diesem Schuljahr machte sich eine Reisegruppe der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen auf den Weg nach Estland, um mit der dortigen Partnerschule, dem „Nõo Reaalgümnaasium“, einen kulturellen und wissenschaftlichen Austausch durchzuführen.

Neu war diesmal, dass die Gruppe, bestehend aus Schülern des 9. und 10. Jahrgangs, Lehrern und Eltern, erstmals mit dem Flugzeug unterwegs war, während man bisher immer per Bus in den baltischen Staat gereist war.

Nach der Ankunft und einem von lettischen Schülerinnen geleiteten Rundgang durch Riga ging die Reise per Bus weiter nach Tallinn. Nach der Übernachtung in einer kirchlichen Einrichtung im Herzen der Hauptstadt Estlands stand auch dort am nächsten Tag eine Stadtführung mit Besichtigung der Stadtmauer und weiteren touristischen Höhepunkten an. Am Nachmittag folgte dann die Weiterreise nach Nõo zum eigentlichen Zielpunkt des Austauschs, wo die Reisegruppe in Familien sowie dem Internat der Schule untergebracht wurde.

Der Auftakt zum Geologie-Projekt erfolgte an den nächsten Tagen mit der Erkundung der estnischen Gesteinsformationen in freier Natur und an der Universität Tartu, wo ein Dozent der renommierten und weithin bekannten Hochschule die Schüler mit chemisch-physikalischen Versuchen mit der Gesteinswelt Estlands vertraut machte.

Die nächsten Tage dienten innerhalb schulischer Unterrichtsformen dazu, Einblick in geologische Phänomene zu erhalten, aber auch den Schulalltag in einer estnischen Schule kennenzulernen. Krönender Abschluss des Ausflugsprogramms war ein Ausflug an die Steilküste der Ostsee mit anschließendem Besuch eines Bergbaumuseums in der Nähe der russischen Grenze.

Der Abschied wurde im Rahmen eines großen Festes gefeiert, bei dem die Gastgeber ausschließlich typisch deutsche Spezialitäten kredenzten. Vor dem Abflug in die Heimat wurden bereits Pläne für den nächsten Herbst geschmiedet, wenn die estnischen Freunde zum Gegenbesuch nach Geilenkirchen kommen werden.

Austausch hat hohen Stellenwert

„Die internationalen Begegnungen haben seit vielen Jahren einen sehr hohen Stellenwert an unserer Schule“, erklärt Uwe Böken, Leiter der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule. Er selbst hatte in den Achtziger Jahren die Kontakte nach Estland geknüpft. „Wir haben immer versucht, nicht die eingetretenen Wege zu gehen“, sagt er mit Blick auf die nicht alltägliche Kooperation mit einer Schule aus dem baltischen Staat. Dafür erhalten die Schüler „Das sind Eindrücke, die man nicht auf jeder Klassenfahrt bekommt. Die Schüler erhalten internationale Kontakte, sie blicken über den Tellerrand. Und bei jedem Abschied fließen Tränen“, sagt Böken.

Und so war es auch jetzt wieder, als die Geilenkirchener Reisgegruppe nach spannenden Tagen ihren Heimweg antrat.

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