Geilenkirchener Europafreunde besuchen Portugal

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Geilenkirchen. Der erste Tag der 14 Geilenkirchener Europafreunde in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hätte nicht besser und fröhlicher beginnen können. Denn zum Gedenken an den Stadtheiligen Antonius hatte sich Lissabon bei ihrer Ankunft herausgeputzt.

Ein buntes Fahnenmeer, geschmückte Straßen und Hausfassaden sowie zahlreiche fröhlich feiernde Menschen erwarteten die Besucher zu Beginn ihrer zehntägigen Studienreise. Zentrales Reiseziel der Studienfahrt und der ersten Besichtigungen war naturgemäß Lissabon. Ana, eine perfekt deutschsprachige wie auch überaus charmante Botschafterin ihres Landes, führte die Geilenkirchener zu den bekannten touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt wie beispielsweise Kathedrale, Denkmal Heinrichs des Seefahrers, Stadtteil Belém mit der weltberühmten Hieronymus-Klosteranlage und „Alfama“ als besondere Attraktion der Altstadt.

So gewann die Gruppe erste Eindrücke einer glanzvollen und wechselhaften Geschichte Portugals, eines Landes, das im hohen Mittelalter zu den großen Seefahrernationen der abendländischen Welt gehörte und zeitweise mit seinem großen Nachbarn Spanien die Welt beherrschte. Ein Fado-Abend stand ebenso als ein kultureller Höhepunkt auf dem Programm wie im Laufe der Woche der abend- und fast nachtfüllende Besuch eines Stierkampfes, bei dem im Unterschied zum Stierkampf der benachbarten Spanier der Stier nicht getötet wird. Grundlage für das Überleben der Stiere in der Arena ist übrigens ein Gesetz aus dem 18. Jahrhundert.

Die Reiseleiterin verstand es meisterhaft, während der Fahrten zu den verschiedenen Zielen, den Besuchern Kultur, Mentalität, Lebensart und Geschichte ihrer portugiesischen Landsleute zu vermitteln. So war zu erfahren, dass die Portugiesen wahre Genießer von Reisspeisen sind und sie deswegen und wegen des großen Reisanbaugebietes entlang des Tejoflusses auch „Chinesen von Europa“ genannt werden. Dass China auch auf andere Weise in Portugal Präsenz zeigt, war unter anderem beim Empfang in der deutschen Botschaft zu erfahren, strecken chinesische Investoren doch auch hier verstärkt ihre Fühler nach einheimischen Firmen aus.

Nach dem Kennenlernen Lissabons standen Tagesausflüge auf dem weiteren Programm. Erstes Ziel war Tomar, in einer der Toskana ähnelnden Landschaft gelegen und bekannt als Ort der Mutterkirche aller portugiesischen Templerkirchen. Tomar, Belém und Batalha, ein weiteres Ziel der Geilenkirchener Europafreunde, gehören zu den wichtigsten kunsthistorischen Denkmälern Portugals. Das Vitória-Kloster zu Batalha gilt als Portugals bedeutendstes Nationalmonument, an dessen Fertigstellung in einem Zeitraum von 170 Jahren sechs große Meister und ihre Schulen im Auftrag von sechs Königen gebaut haben. Mit Fatima besuchte die Gruppe einen der größten und bekanntesten Wallfahrtsorte der Welt. Hier war bekanntlich am 13. Mai 1917 die Gottesmutter Maria den drei Kindern Lucia de Jesus, Jacinta und Francisco Marto erschienen.

Unter geschichtlichen Vorzeichen stand auch die Fahrt in das 20 Kilometer von Lissabon entfernte Sintra. Sintra, so schwärmte vor fast 200 Jahren der englische Poet und Playboy Lord Byron, sei „vielleicht der entzückendste Ort in ganz Europa“, ein Urteil, das bei den Geilenkirchenern auf Verständnis stieß. Denn Sintra hat eine malerische Altstadt mit zahlreichen kleinen, schmucken Gassen, eine Maurenburg in 450 Metern Höhe und nicht zuletzt den ehemaligen Königspalast Palacio Nacional.

Cabo da Roca, der westlichste Punkt Kontinentaleuropas, die noblen Bade- und Ferienorte Estoril und Cascais sowie Nazaré waren weitere Programmpunkte der Studienreise.

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