Geilenkirchener Europa-Union auf dreitägiger Studienfahrt

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Geilenkirchen. Nach dem Märzbesuch der römischen Metropole stand jüngst eine dreitägige Studienfahrt in das Weinland Nahe auf dem Programm der Geilenkirchener Europa-Union. „Tief Luft holen in einer Natur, wo sich die Nahe seit Millionen Jahren ihren Weg durch eine spektakuläre Flusslandschaft zwischen bewaldeten Felsformationen sucht.”

Mit dieser Ankündigung hatte der Stadtverband Geilenkirchen mit seinem Reiseleiter Karl-Heinz Abels für diese Studienreise geworben, und 45 Mitglieder und Freunde der Europa-Union nahmen die Einladung gerne an.

Weltbekannt ist das Weinanbaugebiet der Nahe für seine vielfältigen Rebsorten, seien es Riesling, Rivaner, Silvaner sowie Weiß- und Grauburgunder, seien es die roten Sorten mit Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser.

Alle diese Rebsorten verdanken ihre Qualität dem sonnenreichen Klima des Salinentals. Gehegt und gepflegt werden sie in familiengeführten Weinbaubetrieben, die einen sehr hohen Güte- und Qualitätsanspruch verfolgen. So hatte die Reiseleitung natürlich den Besuch eines bekannten Weingutes mit einer anschließenden Weinprobe für die Europafreunde vorgesehen.

Bei dieser Gelegenheit wurden die Geilenkirchener Besucher vom Vorsitzenden des Kreisverbandes der Europa-Union Bad Kreuznach, Franz-Josef Mathony, herzlich willkommen geheißen, bevor es dann zu einer Besichtigung der schönen Stadt Bad Kreuznach ging.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein mit dem Deutschen Edelstein-Testinstitut. Edelsteinschleifereien und -händler bestimmen das Straßenbild der Stadt, gehen die Anfänge des Edelsteinbooms doch auf die reichen Mineralienfunde in der Region und deren Abbau seit dem Mittelalter zurück.

Neben dem Besuch einer Edelsteinschleiferei war unter anderem das Wahrzeichen Idar-Obersteins, die in eine natürliche Felsnische hineingebaute Felskirche, ein beliebtes Ziel der Besucher. Und am Abend versetzte auf der bekannten Kauzenburg in Bad Kreuznach ein üppiges Rittermahl bei Gesang und Dichtung die Geilenkirchener zurück ins Mittelalter.

Der abschließende Sonntag führte nach Bad Dürkheim, wo das „größte Weinfass der Welt” zum Staunen einlud. Seit mehr als 75 Jahren gibt es diesen gigantischen Fassbau, für den einst im Schwarzwald 200 Tannen gefällt wurden.

Ob das heute noch denkbar sei, mag sich mancher Besucher beim Anblick des Weinfasses, das rustikale Wein- und Speiselokale beherbergt, gefragt haben. Die Geschichte Dürkheims, das sich seit 1904 dank seiner Heilquellen Bad Dürkheim nennen darf, ist eng mit seinen Salzquellen verbunden. Symbol hierfür ist die im Wiederaufbau befindliche mehr als 300 Meter lange Saline, die vor einigen Jahren der Brandstiftung zum Opfer fiel.

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?” war die mehr rhetorische Frage der Teilnehmer am Ende dieser erlebnisreichen Studienfahrt in das nicht so weit entlegene Weingebiet an der wunderschönen Nahe.
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