Geilenkirchen im August 1967: Alles moderner, alles besser

Von: Oliver Schiffgens
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„Die Strommasten verschwinden“ – so titelte die Zeitung zur damaligen Zeit, als in Teveren die Strommasten entfernt und die Kabel unter der Erde verlegt wurden. Foto: Oliver Schiffgens

Geilenkirchen. Im August 1967 drehte sich im Kreis Heinsberg vieles um ein ganz spezielles Thema: Modernisierungen und Verbesserungen. Dabei handelt es sich nicht nur um infrastrukturelle Anpassungen in den Dörfern oder einen neuen Rasenplatz für einen Fußballverein, sondern sogar um eine durchaus wichtige Sache, die sich sehr positiv auf die Infrastruktur der Umgebung auswirkt.

In jenem August begannen die Bautrupps, die Hochspannungsleitungen zwischen den Bahnhöfen von Geilenkirchen und Übach-Palenberg zu montieren.

Damit wurde ein Anfang gemacht, denn später sollte es auf der ganzen Strecke zwischen Aachen und dem Mönchengladbacher Bahnhof diese Oberleitungen geben. Geplant war damals, die fauchenden Dampfloks einige Monate später aus dem Verkehr zu ziehen und für eine neue technische Generation Platz zu machen: Ab Frühjahr 1968 sollten von dort an die elektrisch betriebenen Züge durch das Land rasen.

Innovation statt Dampflok

Wie dem Bericht von damals entnommen werden kann, freute man sich zwar über die Innovation, aber es kann nicht geleugnet werden, dass man nicht auch ein wenig traurig über den Verlust eines solch prägenden Gefährts war, das zahlreichen Liebhabern damals viel bedeutete und auch heute mit großer Sicherheit immer noch viele Verehrer hat.

Aber auch in einigen umliegenden Orten wurde eifrig gearbeitet und vor allem verbessert. In Hastenrath zum Beispiel wurde ein neuer Sportplatz für den ansässigen Sportverein gebaut und in jenem Monat sollte der langersehnte, eigene Rasenplatz endlich eröffnet werden. Für die Hastenrather war das etwas ganz Besonderes, da man bis dahin immer auf fremden Wiesen spielen musste. Bei der festlichen Eröffnung war von einem besonderen Tag für die komplette Gemeinde die Rede. Kurz darauf begann dann auch schon das erste Spiel auf dem neuen Platz. Seit 50 Jahren tragen die Hastenrather Fußballteams ihre Spiele nun also schon auf ihrem eigenen Fußballfeld aus.

Unterirdische Stromkabel

Aber auch in Teveren nahm man sich der Modernisierung des Ortes an, indem man die Strommasten entfernte und die Kabel nun unter die Erde verlegte. Heute selbstverständlich, aber das war natürlich noch nicht immer so.

Auch in Teveren befand man die Neuerungen natürlich nicht für schlecht, aber der Zeitpunkt der Arbeiten warf bei dem ein oder anderen Einwohner durchaus Fragen auf. Grund für das Unverständnis war der ungünstige Zeitpunkt, weil es Straßen gab, die erst kurz vorher fertiggestellt worden waren. Nicht wirklich verwunderlich, dass einige Anwohner nicht erfreut waren, schon wieder eine aufgerissene Straße vor der Haustüre zu haben.

Die Stadt Geilenkirchen begann im August, eine kommunale Neugliederung vorzubereiten. In der ersten Augustwoche fand die erste Sitzung des Ausschusses der Stadt Geilenkirchen statt, um über die Eingliederung der Gemeinden Teveren, Immendorf und Süggerath zu diskutieren. Außerdem war es ein dringendes Anliegen der Stadt Geilenkirchen, Kreisstadt zu bleiben.

Wie man sieht, ist auch im August mal wieder einiges los gewesen. In diesem Monat lag der Fokus vor allem darauf, die Umgebung zu verbessern und attraktiver zu machen.

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