Gefahren, die im eigenen Smartphone lauern

Von: Markus Bienwald
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Übach-Palenberg. „Wer von Euch hat ein Smartphone?“, fragte Stephan Frambach vom Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) zu Beginn des Jugenddienstes in die Runde – und stellte fest, dass sämtliche Arme in die Luft gestreckt wurden. Doch welche Risiken hinter sozialen Medien und internetfähigen Geräten lauern, wissen viele Kinder nicht.

Sensibilisierung der Jugendlichen

Deshalb hat die THW-Jugendgruppe Übach-Palenberg einen besonderen Workshop zum Umgang mit den sozialen Medien für Jugendliche organisiert. Bei diesem Jugenddienst wurden keine typischen THW-spezifischen Ausbildungsinhalte besprochen. Stattdessen warteten die beiden Jugendbetreuer Thorsten Ueberdick und Jörg Magaß mit spannenden Themen rund ums Internet auf. „Es ist offensichtlich, dass die junge Generation mit dem Internet und den neuen Medien aufwächst und die Vorteile auch zu nutzen weiß“, sagte Thorsten Ueberdick.

Doch die immer größer werdende Verfügbarkeit der unterschiedlichsten Dienste berge auch Gefahren, die nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich seien. Die Sensibilisierung der Jugendlichen – sowohl für das technische als auch für das soziale Verständnis – war Ziel des Workshops, der in drei Teile gegliedert war.

Unterstützt wurden die beiden Jugendbetreuer von den Polizisten Clarissa Engels und Stephan Frambach, der noch eine zweite Frage parat hatte. „Dann seid ihr doch quasi alle jederzeit online, oder?“, fragte er in die Runde und stieß auch hier auf breite Zustimmung.

Im ersten Teil des Workshops ging es um die Vor- und Nachteile des elektronischen Netzes, das durch die Jugendlichen in den unterschiedlichsten Kanälen täglich genutzt wird. In einer lockeren Diskussionsrunde wurden auch einige Fallen besprochen, in die der unbedarfte Nutzer tappen kann. Für manche Jugendlichen waren sie ein „alter Hut“, andere konnten jedoch aus eigener Erfahrung über solche Fettnäpfchen berichten.

So sorgte die Diskussion bei einigen für ein Aha-Erlebnis. Im zweiten Teil erörterten die Jugendlichen zusammen mit Clarissa Engels das Thema „Extremismus und Schubladendenken“. Auch hier konnten die Jugendlichen mit zahlreichen Erlebnissen aufwarten und auch Lösungsansätze bieten. „Das Problem ist doch oftmals, dass man verallgemeinert oder vorschnelle Schlüsse zieht“, meinte ein Junge. Andere gaben zu, dass die Neigung, sich mitreißen zu lassen oder Inhalte zu teilen, ohne sie zu hinterfragen, normal sei.

Datenschutz und Passwörter

Technisch wurde es im dritten Teil, als es um das Thema Datenschutz und Passwörter ging. Jugendbetreuer Jörg Magaß – selbst im IT-Sektor tätig – legte den Jugendlichen die Sicherheit der eigenen Daten ans Herz. Auch hier biete das Internet zahlreiche Fallen, um an die Daten der Nutzer zu kommen. „Macht es den Hackern nicht zu einfach und verwendet komplexe Passwörter“, riet er, und hatte auch noch eine Methode parat, komplexe aber dennoch leicht zu merkende Passwörter zu erstellen.

Experten raten beispielsweise dazu, nur die Anfangsbuchstaben eines bekannten Spruchs zu verwenden und so ein sicheres Passwort zu kreieren. Neben der Tatsache, dass dieser etwas andere THW-Jugenddienst den Jugendlichen sichtlich Spaß bereitet hat, sorgte auch die THW-Jugend-typische Altersmischung von zehn bis 17 Jahren für viele unterschiedliche Aspekte und Beiträge, die in der Runde diskutiert werden konnten.

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