Gaudi als Vorlage: Schüler bauen Zehn-Meter-Bank

Von: Georg Schmitz
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Noch schnell ein paar Farbrest
Noch schnell ein paar Farbreste abwaschen und die Mosaiksteinchen reinigen, und schon kann nach dem letzten Arbeitsgang, der Versiegelung, die Bank an der Gesamtschule genutzt werden. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Von einem Kunstwerk des bedeutendsten katalanischen Architekten Antoni Gaudi (1852-1926) und seinem Werk haben sich die Schülerinnen und Schüler der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen inspirieren lassen.

In Anlehnung an ein Mosaikmöbel im Park Güell in Barcelona waren insgesamt mehr als 50 junge Künstlerinnen und Künstler der Schule an Planung, Bau und Gestaltung einer Bank beteiligt. Nach den letzten Feinarbeiten ist das mit Mosaiksteinen ausgestattete Sitzmöbel pünktlich vor den Sommerferien fertiggestellt worden.

20 Schüler machten sich vor einem Jahr im Rahmen eines Projektes zusammen mit ihren Kunstlehrern Sabine Opdenberg und Bernd Neffgen an die Arbeit. Für die Mosaikbank, die sich in leichten Kurven über eine Länge von rund zehn Metern erstreckt, wurden über mehrere Jahre Kacheln gesammelt und beiseite gelegt. Hausmeister Mario Kirchhoff erstellte die tragende Grundkonstruktion auf dem dem Hallenbad zugewandten Teil des Schulhofes direkt neben den Tischtennisplatten.

Unterstützt vom Bauhof der Stadt Geilenkirchen wurden schnell erste Grundrisse erkennbar. Nach den Osterferien 2012 setzte der 11er Grundkurs Kunst mit wechselnder Beteiligung die ein Jahr zuvor begonnenen Arbeiten fort. Auf der Grundkonstruktion wurden zunächst Ytong-Steine befestigt. Die Schüler fertigten dann eine Gittermatte, auf der die vielen kleinen Steinornamente aus den zerkleinerten Kacheln eingearbeitet wurden.

Dieses bunte Gitterkonstrukt fand Platz auf dem Ytong Unterbau. Noch in den letzten Tagen waren die Schüler mit dem Entfernen von Farbresten und Reinigen der Bank beschäftigt. Mit einer Glasur wird das Werk noch versiegelt, bevor es zum Verweilen genutzt werden kann. Bei einer Sitzbreite von 80 Zentimetern können es sich die Schüler recht bequem machen und zudem noch den Tischtennisakteuren zuschauen.

„Wir haben die Bank bewusst so schwungvoll gemacht, damit man sich drauf lümmeln kann”, erklärt Sabine Opdenberg. Die Kunstlehrerin aus Aachen wird die Schule in diesem Sommer nach 18 Jahren verlassen und eine Stelle in Stolberg annehmen.

„Das ist mein Abschiedsgeschenk”, schaut sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die gelungene Bank, über die sich auch Schulleiter Uwe Böken und seine Stellvertreterin Roswitha Steffens freuen.
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