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Gast ins Gesicht geschlagen: Weiterer Prozess gegen Disco-Türsteher

Von: g.s.
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Nicht immer bleiben die Fäust
Mit der Urteilsverkündung endete am Montagnachmittag die Prozessserie um Türsteher einer Geilenkirchener Diskothek. Symbolfoto: imago

Geilenkirchen/Düren. Am zweiten Verhandlungstag im Prozess gegen einen 31-jährigen Türsteher aus Düren sind zwei weitere Vorfälle in einer Geilenkirchener Diskothek behandelt worden, die sich bereits am 6. und 7. November 2009 ereignet hatten.

Darin sollen drei Türsteher einer Dürener Security Firma verwickelt sein. In einem Fall hatte es an der Kasse Ärger mit zwei Gästen gegeben. Es sei laut Anklage zu einer Rangelei gekommen, bei der die Gäste von Türstehern geschlagen und getreten worden seien.

Als Zeuge sagte ein 35-jähriger Türsteher-Kollege aus Paustenbach aus, der sich einige Male in Widersprüche verwickelte. Er blieb aber bei seiner Version, dass die Gäste in seinem Beisein nicht geschlagen oder getreten worden seien. „Der Blonde muss hingefallen sein“, bemerkte er in Bezug auf einen damals am Kopf blutenden Gast.

In einem weiteren Fall, der sich am 9. Juli 2011 zugetragen hat, wird dem 31-jährigen Dürener vorgeworfen, einen Gast in den „Schwitzkasten“ genommen und in dieser Situation mehrfach ins Gesicht geschlagen zu haben. Eine 22-jährige Dürenerin sagte aus, dass sie mit sieben weiteren Freunden in der Diskothek Geburtstag gefeiert habe. Zwischen zwei jungen Männern sei es auf der Tanzfläche zu einer Auseinandersetzung gekommen, wobei ihr Freund habe schlichten wollen.

Der 34-jährige Mann aus Baesweiler sei aber von dem Türsteher in den Schwitzkasten genommen worden, obwohl ihr Freund die Arme als „Zeichen des Friedens“ in die Höhe gestreckt habe. Im Klammergriff haltend, habe der 31-jährige Türsteher ihrem Freund immer wieder ins Gesicht und gegen den Körper geschlagen, auch als dieser bereits blutete.

Der betroffene Marketingangestellte aus Baesweiler konnte sich an die Vorgänge noch gut erinnern. Er gab an, dass er beruhigend auf die beiden Rangelei-Kontrahenten eingeredet und sie auseinandergehalten habe. Der Streit auf dem Podest neben dem Discjockey sei dann zu Ende gewesen. „Als der Türsteher kam, habe ich mit erhobenen Händen gezeigt, dass alles wieder okay ist“, berichtete der 34-Jährige. Trotzdem habe der Angeklagte ihn geschnappt und immer wieder auf ihn eingeschlagen.

Die 22-jährige Freundin des Opfers hatte zuvor angegeben, dass der Türsteher die Situation erst gar nicht erfragt hatte. Später wurden im Krankenhaus bei dem Geschädigten eine Schädelprellung, Prellungen im Gesicht, Schürfwunden und eine Gehirnerschütterung attestiert. Der Prozess wird fortgesetzt.

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