Ganztagsunterricht kann noch nicht realisiert werden

Von: hama
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Pädagoge auf vier Pfoten: Schulhund „Nemo” der Gangelter Mercatorschule im Einsatz. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Wir werden mit kleinen Schritten in die offene Ganztagsbetreuung gehen”, fasst der Leiter der Gangelter Mercatorschule, Marcel Driessen, bei der Sitzung der Verbandesversammlung des Förderschulzweckverbandes Gangelt-Geilenkirchen-Selfkant, die Minimallösung zusammen.

Wünschen würden er und sein Kollegium sich eine „gebundene” Ganztagsschule, also Schulpflicht auch am Nachmittag. „Das können wir aber mit den vorhandenen Mitarbeitern nicht leisten”, so Driessen, er konnte erläutern, dass die gewünschte Schulform vom Land scheinbar nicht gefördert wird.

Trotz einer ausführlichen Diskussion blieb die Gewissheit, dass es noch „breiten Beratungsbedarf” gibt. Während man 1971 das Projekt Sonderschule mit 41 Schülern begann, gab es in Spitzenzeiten 160, heute rund 120 Schüler, deren Zahl in einer Wellenbewegung wieder abnimmt. Bei der Wahl der Schule tauche bei den Eltern immer öfter die Frage nach der Ganztagsbetreuung auf. Dass die Qualität der Schule außer Frage steht, machte Marcel Driessen unter anderem an zwei Beispielen deutlich.

Zum einen gibt es immer wieder Schüler aus anderen Gemeinden und Städten, die unbedingt nach Gangelt wollen. Noch wichtiger war ihm aber, dass vom letzten Jahrgang vier Schüler in eine Ausbildung gebracht wurden, für das kommende Jahr schon zwei; zwei weitere haben den Sprung an die Hauptschule in Gangelt geschafft. „Genau das ist das Ziel unserer Schule”, fasste Driessen zusammen. „Wir haben aber auch tolle Schüler”, blickte er strahlend in die Runde. Die Kooperation mit dem Kreisjugendamt und dem der Stadt Geilenkirchen sei gut, so Driessen. Viele Kontakte mit der Jugendhilfe würden beispielsweise zur Einrichtung von Projekten führen.

Breiten Zuspruch fand das Berufsorientierungscamp für die neunten und die vertiefte Kompetenzfestigung für die zehnten Klassen. Als wichtigen Schritt für die Zukunft der Schüler nannte Driessen die Blockpraktika für die Neuntklässler und die Langzeitpraktika für die Zehntklässler. Hier sind die Gangelter Einrichtungen Maria Hilf an erster Stelle, aber auch andere Betriebe mit von der Partie. Hervorragend angenommen wird das Mini-Spielfeld von den Fußballern. „Wollten vorher zehn Leute in der Pause Fußball spielen, sind es heute 110”, freute sich Driessen über diese gelungene Einrichtung. Seit Weihnachten speist eine 68 KW-Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Schule Strom in das Netz.

Womit man beim Geld wäre. Gerd Dahlmanns von der Gemeinde Gangelt präsentierte den Haushalt der Schule und erläuterte das neue kommunale Finanzmanagment (NKF), dass das Haushaltsrecht ablöst. Der Ergebnisplan sieht bei den Erträgen und Aufwendungen 350.000 Euro. Der Finanzplan in der Einzahlung 306000 Euro, in der Auszahlung (beides laufende Verwaltungstätigkeit) 278.500 Euro vor. In die Investitionen gehen 47.500 Euro. Die Schulumlage beträgt 302.000 Euro und teilt sich in 57.479 für die Gemeinde Gangelt, 51.799 für den Selfkant und 192.722 Euro für die Stadt Geilenkirchen auf.
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