Ganz zum Schluss dürfen die Männer dann doch mittanzen

Von: mabie
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„Wenn ich nicht auf der Bühne wär‘“: Was dann ist, das zeigten die Damen bei den Frauensitzungen in Scherpenseel sehr gerne.
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Die Garde der KG „Scherpe-Bösch-Wenk“ durfte bei den Damensitzungen nicht fehlen.
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Wenn Silvia Börger (r.) loslegt, dann ist auch in Pink alles drin.

Übach-Palenberg. Die Mehrzweckhalle an der Grotenrather Straße in Scherpenseel war am Wochenende gleich an drei Tagen nur dem Karneval gewidmet. Und zieht man den Sonntag mit einer tollen Kindersitzung ab, dann waren es zwei Tage nur für Frauen.

Und das wussten die jecken Damen vor allem am Samstag mehr als gebührend zu feiern. Hinter dem Erfolg des diesjährigen Sitzungsprogramms der Karnevalsgesellschaft Scherpe-Bösch-Wenk mit den zwei Damensitzungen und Kinderkarneval steckten die „Pink Ladys“, die sich mit einem echten Knallerprogramm zurückmeldeten.

Welche Ideen und vielleicht auch kleine Kämpfe während der monatelangen Vorbereitungen aufkamen, das thematisierten die Damen schon bei ihrem ersten Stück grandios. Da dachten sie laut über den Namen und die Farbe nach, fragten sich, ob Männer überhaupt eine Rolle spielen dürfen und gaben sich gnadenlos komisch.

Natürlich durften Männer an den beiden Abenden nur helfende Rollen übernehmen, selbst Präsident Leon Greven hatte im Hintergrund zu bleiben, wenn auch seine niederländische Herkunft Anlass für ein paar Seitenhiebe war.

Langeweile bleibt in Garage

Spätestens, als Maria und Silvia Börger gemeinsam schön in Pink auf der Bühne waren, wussten die Damen im Saal, welche Stunde es geschlagen hatte. Denn schon beim Einzug verbreiteten die Akteurinnen eine Bombenlaune, ließen mit live eingesungenen Liedern und Tanz auf der Bühne vom Start weg die Langeweile in der Garage.

So richtig Fahrt nahmen die Damensitzungen schon auf, als die später auch als Tanzmariechen aktive Trainerin Jasmin Schneider sich mit ihrer Garde in Bestform präsentierte. Da flogen die Beine, dass es eine Freude war.

Und wie sich Frauen ihr Leben vorstellen, wenn sie gerade nicht auf der Bühne im Karneval für Spaß sorgen, das zeigten sie in einem wirklich ausgefeilt choreographierten Sketch, bei dem man immer die unberechtigte Sorge haben musste, dass eine Dame gleich per Handschlag niedergestreckt wird.

Schlag auf Schlag ging es dann weiter, die Heiratsvermittlung zeigte auf, dass Wunschkandidaten nicht auf den Bäumen wachsen, „Trauerschnallen“ und die herrlich als Putzfrauen verkleideten „Harlequeens“ ließen die Zwerchfelle der Damen erbeben.

Und da die Frauen an diesen beiden Abenden in Scherpenseel so richtig schön mal unter sich waren, ließen sie sich nicht nur genüsslich über die Unterschiede zwischen Männern und Frauen aus, sondern philosophierten auch darüber, ob die Rasur des Intimbereichs beim starken Geschlecht wirklich nötig ist.

Nach Trachtlern, Taxi und dem Besuch der eigenen Mexikaner stand noch das umjubelte Finale an, und ganz zum Schluss, zur After-Show-Party, da durften die Männer dann doch noch in den Saal, denn getanzt und gefeiert werden durfte schließlich zusammen bei einem grandiosen Sitzungskonzept der Scherpe-Bösch-Wenk.

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