Ganz zum Endeden König fällen

Von: g.s.
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Die viereckigen Klötze galt es beim unterhaltsamen Kubb-Turnier auf dem Sportplatz in Lindern mit den Rundhölzern zu treffen. Foto: Georg Schmitz
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Geilenkirchen. „Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Holzwerfen schon“, lautete sogar eine Medien-Reaktion bei der ersten Kubb-Meisterschaft der DJK Lindern-Würm-Beeck im vergangenen Jahr. Doch es hatte den Akteuren derart viel Spaß gemacht, dass die DJK jetzt zum zweiten Mal ein solches Turnier organisierte.

Waren es 2013 noch 14 Mannschaften, die sich dem „Rasenschach“ widmeten, griffen am Wochenende 20 Teams ins Geschehen ein. „Das ist ein Spiel, das man am Strand oder auf dem Campingplatz machen kann“, erläuterte PeJo Göbbels vom Team „Drei ???“.Selbst das Zuschauen bereitete viel Freude, und viele Besucher feuerten ihre Mannschaften an bei dem auch als Wikinger- oder Bauernkegeln oder Wikingerschach bekannten Geschicklichkeitsspiel.

Der Kubb-Sport ist besonders in den skandinavischen Ländern sehr beliebt und wird seit rund 1990 in der heutigen Form auch in Deutschland praktiziert: Zwei Teams treten gegeneinander an. Die Frauen und Männer versuchen auf einem fünf mal acht Meter großen Spielfeld die 15 Zentimeter hohen Holzklötze der Gegenspieler mit Rundhölzern umzuwerfen, in der Kubb-Sprache „fällen“. Ziel ist, den in der Mitte stehenden 30 Zentimeter langen „König“ umzuwerfen. Aber erst wenn eine Mannschaft alle Kubbs (Klötze) gefällt hat, darf sie diesen ins Visier nehmen. Ist der König ebenfalls umgeworfen, hat das Team gewonnen. Doch bis es soweit ist, kann es dauern, denn weitere strategische Elemente sind im Vorfeld zu beachten. Anfangs stehen fünf „Bauern“ auf einer Grundlinie und den aus mindestens drei Personen bestehenden Teams sechs Wurfhölzer zur Verfügung.

Drei Spieler eines jeden Teams stellten sich jetzt auch in Lindern auf und warfen auf die Holzklötze der gegenüberstehenden Mannschaf. Das war erkennbar schwerer als angenommen. Die meisten der Wurfhölzer gingen daneben.

DJK-Vorsitzender Heinz-Jürgen Strömer freute sich, „Die Gipfelstürmer“ aus Berlin, mit Jais Langer und Heiko Kreuzberg amtierender Kubb-Weltmeister, in Lindern begrüßen zu können. „Hier ist alles ein wenig kleiner“, schaute Heiko Kreuzberg auf die Hölzer und das lokale Ambiente. Die Berliner waren auf der Durchreise von einer Meisterschaft in Süddeutschland und hatten im Internet von dem Turnier in Geilenkirchen-Lindern erfahren. Die Weltmeister schafften die Vorrunde im Eiltempo. Und am Ende gewannen – wie schon erwartet – die Berliner auch das Turnier. Die folgenden Plätze belegten Teams „TNT“ aus Neunkirchen-Vluyn und die „3 ???“ aus Randerath/Porselen. Neben Pokalen für die drei Bestplatzierten gab es für die vier Siegerteams Geldpreise.

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