Ganz verrückt: Karneval im Ochsenstall

Von: Georg Schmitz
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„Karneval im Ochsenstall“: Derzeit wird noch emsig geprobt für das Lustspiel in drei Akten, das die Dorfbühne Birgden an vier Tagen in der Mehrzweckhalle aufführen wird. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Birgden. Seit fast 50 Jahren ist die Dorfbühne Birgden ein Garant für Fröhlichkeit und beste Theaterkunst. 1965 gegründet, startete die junge Schauspielertruppe zunächst mit ernstem Bühnenprogramm, bevor man sich einmal im Jahr mit Luststücken dem Publikum präsentierte. Werner Jansen ist seit 1967 dabei und gerne erinnert er sich an den Schwank „Mit Kirsch und Kern“, der damals den Durchbruch brachte.

Derzeit proben die Schauspielerinnen und Schauspieler für „Karneval im Ochsenstall“. Das Lustspiel in drei Akten kommt im Januar und Februar 2014 an vier Tagen in der Mehrzweckhalle zur Aufführung, und schon jetzt warten viele Birgdener gespannt auf das 49. Theaterwerk der Dorfbühne.

Im vergangenen Jahr stellte sich noch die Frage: „Weitermachen oder nicht?“ Doch zwischenzeitlich sind mit Rosi Fahlenbock, Anne Pougin und Martin Dahlmanns neue Laiendarsteller zur Theatergruppe gestoßen, so dass man sich keine Nachwuchssorgen zu machen braucht.

Werner Jansen führt beim neuen Stück „Karneval im Ochsenstall“ die Regie und ist in der Rolle des geltungssüchtigen Bauunternehmers zu sehen. Bei den Proben im Astra Kino des Nato-Verbandes greift er immer wieder ein und rückt die Schauspieler zurecht.

„Du musst dich nicht so weit entfernen“, sagt er zu Martin Dahlmanns, der den Pizzabäcker spielt. „Wende dich mehr dem Publikum zu und rede lauter“, ruft er Lea Schmitz zu.

So mancher Versprecher löst bei den Mitspielern ein Schmunzeln aus, aber um Fehler möglichst auszuschließen, wird eben wöchentlich geübt. Ein kurzer Blick in den Inhalt: Da gibt es ein paar Birgdener Bürgerinnen und Bürger, die einen neuen Verein gründen wollen, aber noch nicht wissen, welcher Art er sein soll. Ein Sportverein, ein Gesangsverein, ein Verein, der gefallene Mädchen unterstützt – die Meinungen gehen auseinander.

„Auf jeden Fall muss es ein moralisch gefestigter Verein sein“, wirft Pfarrersköchin Judith Frohmut (Rosi Fahlenbock) ein. Am Ende einigen sich die Protagonisten bei der Versammlung auf den Vorschlag des italienischen Pizzabäckers Roberto (Martin Dahlmanns), einen Karnevalsverein zu gründen, der richtig Schwung in das Dorfleben bringen soll.

Die Wirtsleute Katharina und Friedrich Ochs (Annelie und Peter Pougin) freuen sich ebenfalls auf den Verein, denn ihr Ochsenstall soll zur Narrhalla umgebaut werden.

Nebenbei will der einfältige Bauer Hubert Lämmlein (Achim Müller) seine Tochter Adelheid als Karnevalsprinzessin unterbringen. Zusätzlich gibt es noch einen „Nebenschauplatz“, bei dem die Halbgeschwister Steffi (Anne Pougin) und Jochen (Thomas Jansen auf einmal erfahren, dass sie gar nicht miteinander verwandt sind. Außerdem forscht die hübsche Carmen (Sandra Nobis), ein Findelkind nach ihrer leiblichen Mutter. So sind lustige Dialoge programmiert und wechseln ständig ab.

Trotz aller Schwierigkeiten

Trotz aller Schwierigkeiten, Kampf um den Vereinsvorsitz, vergessener Musikkapelle, vertauschter Vorträge und allerlei Zerwürfnissen schafft es der neugegründete Karnevalsverein doch noch, ein tolles Programm auf die Bühne im Ochsenstall zu zaubern.

Und sollten den Darstellern einmal die Worte fehlen, sind auch noch die beiden Souffleusen Sonja Schmitz und Yvonne Tholen da.

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