Gangelter Wildpark: Erinnerungstreffen zum 40. Gründungstag

Von: hama
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Falkner Erwin Jansen (r.) wurde beim Jubiläumstreff für seinen „Tag- und Nachtdienst plus Sonderaufgaben” im Wildpark von Dr. Hermann von den Driesch geehrt. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Mit viel Freude beschäftigten sich im Streichelzoo des Gangelter Wildparks einige Kinder mit den Ziegen, Schafen und Eseln. Im nahen Festzelt erzählte Dr. Hermann von den Driesch jun., wie sein Vater vor genau 40 Jahren den Grundstein für den beliebten Tierpark und den Spaß der Kinder draußen legte.

Zwei Gründe hätten den Vater getrieben, so Hermann von den Driesch: „Die Liebe zur Natur und den Wildtieren und die Verbundenheit mit seinem Heimatort Gangelt.” Josef Tholen sei damals der Mitbegründer gewesen, Josef Plum der erste Wildmeister. Beiden sagten Hermann von den Driesch ein herzliches Willkommen.

Viele waren der Einladung gefolgt, die auf die ein oder andere Weise an der 40-jährigen Geschichte des Parks mitgeschrieben haben. „Das Ziel damals und das Ziel heute ist es, Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen”, fasste Dr. von den Driesch die Philosophie des Parks zusammen. Die Ansprüche an die Haltung der Tiere und die Ansprüche der Besucher an den Park seien mit den Jahren gewachsen. Einiges habe sich im Gehege verändert, der Erlebniswert sei gestiegen.

Hermann von den Driesch erzählte vom schwarzen Milan „Lausbub”, der es einmal schaffte, im Tiefflug einer Dame die Perücke zu klauen und sich damit unter dem Gelächter der vielen Gäste in eine Fichte zurück zu ziehen. Oder von einem Steinbock, der aus seinem Gehege ausbüxte und am Ende auf einem Balkon in den benachbarten Niederlanden „festgenommen” wurde.

Eine feste Größe im Wildpark ist Erwin Jansen. Das ist der, der den Kindern immer die Geschichte von der Verbindung der Greifvogelfutter-Küken und den halben Hähnchen erzählt. Er nennt sich Falkner, ist aber „Mädchen für alles” und wurde von Hermann von den Driesch für mehr als 25-jährige Tätigkeit „Tag und Nacht plus Sonderaufgaben” geehrt.

Auch Bürgermeister Bernhard Tholen blickte zurück und erinnerte sich, an einem cognacschwangeren Nachmittag, an dem er Dr. von Driesch sen. und den Park, der damals noch Hochwild-Freigehege hieß, kennenlernte. Er habe dabei die große Liebe des Gründers für Park und Leute erlebt und freute sich, dass dessen Sohn die Übernahme gut gemeistert habe.

Als vor zwölf Jahren das Tourismuskonzept aus der Taufe gehoben wurde, war der Wildpark darin von Anfang an eingebunden. Ein Teil der Lebensqualität rund um Gangelt gehe von diesem Park aus, so Bernhard Tholen. „Wenn die Leute - vor allem die Kinder - gerne in unsere Gemeinde kommen, dann ist das auch dein Verdienst, Hermann!”

Die Glückwünsche des Kreises überbrachte Heinz-Theo Tholen als stellvertretender Land und aus der Nachbargemeinde Selfkant gratulierte Bürgermeister Herbert Corsten. Den musikalischen Teil gestalteten die Jagdhornbläser aus Ratheim und der Gangelter Liedermacher Karl Hamacher.

Hermann von den Driesch begrüßte als „Botschafter des Selfkants” Josef Jackels und Hastenraths Willi. Die beiden vom Rurtal-Trio boten nicht nur herrliche Comedy, sondern gingen auch auf Hermann von den Drieschs Haarschnitt und dessen Jackett ein, erklärten ihm, warum er den gleichen Vornamen hat wie sein Vater - und warum seine Schwester Ursula dem Vortrag im Sitzen zuhörte.
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