Gangelt - Gangelter Naturschützer klagen über Nachwuchssorgen

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Gangelter Naturschützer klagen über Nachwuchssorgen

Von: hama
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Nur 19 von 700 Kopfweiden konnten bei der ersten Herbstaktion geschnitten werden. Kein weiterer Helfer unterstützte die zehn Naturschützer. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. 19 Kopfweiden sind geschnitten. 19 von über 700 dieser markanten Bäume, die in den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht prägend für Teile der Landschaft sind. Das ist genau der Bereich, in dem die Nabu-Ortsgruppe Rode-, Saeffel- und Kitschbachtal tätig ist.

Es liegt also noch jede Menge Arbeit vor den Naturschützern, wenn man bedenkt, dass nicht einmal drei Prozent der wunderbaren Weiden ihren Schnitt erhalten haben. Relativiert wird die Prozentzahl mit Blick darauf, dass jeder Baum nur alle vier bis fünf Jahre geschnitten wird. Trotzdem sind die ehrenamtlichen Nabu-Helfer längst an ihrer Leistungsgrenze angekommen.

So nehmen die Überlegungen des Nabu-Vorsitzenden Franz Oschmann bezüglich einer Straffung des Pflegeprogramms langsam Formen an. „Auf Dauer werden wir uns unter Umständen die Kopfweiden aussuchen müssen, die ökologisch vielleicht am wertvollsten sind“, fasst Oschmann die Lösung des Problems zusammen. Hier soll dann die Ökologie des einzelnen Baumes und nicht mehr das Gesamtbild im grenzüberschreitenden Naturpark im Vordergrund stehen. Ökologisch wertvoll sind die Bäume, die eine ruhige Lage haben, die sicherlich nicht an einer der „Fahrradautobahnen“ zu finden ist.

Am Samstag waren es nur zehn Helfer, die vor Ort waren. Die ganzen Aufrufe im Vorfeld der ersten Pflegeaktion in diesem Herbst waren erfolglos. Kein einziger zusätzlicher Helfer war neben den üblichen Naturschützern zum Rodebach gekommen. Das sich die Kopfweidenschneider mittlerweile mit ihrer Arbeit auf den Bereich rund um den Gangelter Naturpark konzentrieren, hängt natürlich auch damit zusammen.

„Wir haben auch im Selfkant viele Kopfweiden, die geschnitten werden müssten, haben aber einfach nicht die Leute dafür“, hadert auch Kettensägenspezialist Thomas Henkens mit dem fehlenden Personal.

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