Gangelt - Gangelt: Pläne gegen den Verkehrsinfarkt

Gangelt: Pläne gegen den Verkehrsinfarkt

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Mit mehr als 9000 Kraftfahrzeug-Bewegungen täglich hat die Sittarder Straße in Gangelt zu kämpfen. Die Realisierung der Pläne zur Beruhigung ist aber fast greifbar. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Entlastung war das Wort des Abends, das vor allem den Anwohnern der Sittarder Straße im Gangelter Ortskern wie Musik in den Ohren klingen wird. Allerdings steckt das ganze Werk kompositorisch noch in den Kinderschuhen.

Der Bauausschuss unter dem Vorsitz von Gerd Schütz beschäftigte sich mit einer Verkehrsuntersuchung Gangelt, speziell mit der Analyse, der Konzeption und dem Blick in die Zukunft. Diese verkehrsärmere Zukunft soll dann beginnen, wenn die B56n und die K13, die Ortsumgehung Gangelt, fertig sind.

Sylke Schwarz von der Ingenieurgruppe IVV aus Aachen, die auch am Verkehrskonzept des Kreises Heinsberg mitarbeitet, trug das Zahlenwerk sowie die entsprechenden Anmerkungen vor und zeigte am Ende der vielen Zahlen um Verkehrszählungen und -ströme vier Varianten auf, wie die Gestaltung rund um den Ortskern, immer mit dem Hauptaugenmerk auf der Sittarder Straße, denn einmal aussehen könnte. Gemeinsam haben die Varianten natürlich das Eine: Wenn die B56n und die damit in Verbindung stehende Ortsumgehung Gangelt (Bundesstraße, Kritzraedtstraße, Hanxlerstraße bis Hastenrather Weg) fertig sind, geht die aktuelle Verkehrszahl von deutlich über 9000 KfZ-Bewegungen pro Tag auf der Sittarder Straße auf etwa 2000 zurück.

Aber auch das ließe sich noch reduzieren: Einbahnstraßenregelungen auf der Sittarder Straße Richtung Süsterseel oder in der Heinsberger Straße ab Wallstraße bis Schützengraben und weiteren Bereich der Bruchstraße ortsauswärts. Diese Regelung würde auch dazu beitragen, dass heute kritischen Bereiche wie beispielsweise die Kreuzungsbereiche Heinsberg- und Bruchstraße entschärft würden.

Traum der Anlieger

Die Netzabtrennung der Durchfahrtsstraße durch Gangelt in Höhe der Hastenrather Straße oder gar die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Mischfläche/Fußgängerzone wäre wohl nicht nur der Traum der Anlieger, sondern böte plötzlich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten. Und dazu auch die Chance, Geschäfte, die auf der Sittarder Straße leer stehen, wieder zu beleben.

In allen Fällen ist vorgesehen, von der Hastenrather Straße eine neue Verbindung zur Wolfsgasse zu schaffen, die die Bewohner des nördlich immer weiter wachsenden Wohngebietes direkt zur Umgehungsstraße bringt.

Bürgermeister Bernhard Tholen wie auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler erinnerten daran, dass die aktuellen Zahlen dann einer Prüfung unterzogen würden, wenn das Teilstück der B56n von Höngen bis Vinteln in den nächsten Monaten erfolgt. Allerdings berichtete Karl-Heinz Milthaler auch davon, dass man wohl nun davon ausgehen könne, dass die B56n erst 2014, also wieder ein Jahr später als 2010 noch prognostiziert, bis „Janses Mattes” fertig sein soll.

Es bleibt in Gangelt folglich noch Zeit, sich intensiv mit der Planung für eine „rosige Verkehrszukunft” zu beschäftigen.
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