Gangelt: Konstante Gebühren für Abwasser und Winterdienst

Von: mabie
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Gangelt. Steuern und Gebühren sind nicht nur Dinge, die Städte und Gemeinden handlungsfähig machen, sondern oft auch Grund für Ärger. Bei den nun im Hauptausschuss vorgestellten Gebührensätzen in der Gemeinde Gangelt dürfte aber kaum eine negative Reaktion der Bürger zu erwarten sein.

So gibt es weder bei der Abwasserbeseitigung noch beim Winterdienst eine Änderung gegenüber dem Vorjahr zu vermelden. „Sehr marginale Veränderungen“, stellte Bürgermeister Bernhard Tholen lediglich bei der Abfallentsorgung fest. Zwar wird pro Kilogramm Restabfall nun eine um zwei Cent gestiegene Gebühr von 19 Cent fällig.

Dahinter steckt die Gebührensteigerung seitens des Kreises, der nun 21 Euro pro Tonne mehr für Restabfälle verlangt. Wegen voraussichtlich erhöhter Erlöse aus dem Papierverkauf, für den im Jahr 2017 circa 60.500 Euro im Haushalt angesetzt sind, und der gesetzlich vorgeschriebenen Entnahme des Sonderpostens „Gebührenausgleich Abfallbeseitigung“ in Höhe von 12.700 Euro, wird die Grundgebühr für einen 80- oder 120-Liter-Abfallbehälter auf 58,72 Euro pro Jahr festgesetzt.

Eine erfreuliche Entwicklung für die Bürger, wie die Ausschussmitglieder einstimmig meinten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Kreis Heinsberg beabsichtigt, die einwohnerabhängige Grundgebühr zu erhöhen. „Für Normalhaushalte läuft die neue Gebührensatzung auf eine Nullnummer hinaus“, sagte Tholen, der Verteuerungen trotz gestiegenem Entsorgungspreis pro Kilo nicht auf die Menschen in Gangelt zukommen sieht.

Beim Abwasser wird es keine Änderungen geben. Hier sind seit 1. Januar 2014 für Schmutzwasser 2,67 Euro pro Kubikmeter zu entrichten, bei Niederschlagswasser bleibt es bei den zum 1. Januar 2015 eingeführten 72 Cent pro Kubikmeter. Hier sind die Gebühren wie auch beim Winterdienst weiterhin kostendeckend, so dass keine Änderung erfolgen muss.

Der Winterdienst in der Reinigungsklasse W1 beläuft sich nach wie vor auf 24 Cent pro Meter, in der Reinigungsklasse W2 bleibt es bei zwölf Cent pro Meter. Einen ausgeglichenen Gebührenhaushalt gibt es auch beim Friedhofs- und Bestattungswesen, hier sind keine Gebührensteigerungen nötig. Ein Reihengrab für Personen ab dem fünften Lebensjahr kostet so beispielsweise 1262 Euro, ein Wiesengrab kommt auf 2692 Euro und ein Urnengrab für eine Bestattung auf 864 Euro.

Einziger Diskussionspunkt für die Ausschussmitglieder war hier die Beisetzung auf sogenannten Streufeldern für eine anonyme Erdbestattung. Hier hatte die CDU-Fraktion einen Antrag gestellt, ob neben dem für diese Bestattungsart zugelassenen Friedhof in Birgden auch die anderen Friedhöfe im Gemeindegebiet dafür geeignet seien. „In Stahe, Gangelt und Breberen sehe ich da kein Problem“, so Fachbereichsleiter Willibert Mevissen, das könne aber in Hastenrath oder Schierwaldenrath anders sein. Bis zur Ratssitzung soll nun geklärt werden, ob die Streufelder auch in den anderen Ortsteilen umsetzbar sind.

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