Gangelt hat ein Vermögen von gut 95 Millionen Euro

Von: gep
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Gangelt. Die Gemeinde Gangelt hat ein Vermögen von fast 95,2 Millionen Euro, bestehend etwa aus Immobilien, Maschinen, Geld- und Wertpapieranlagen oder finanziellen Forderungen an Bund, Land und Bürger.

Dies geht aus der Eröffnungsbilanz hervor, die nach den Regeln des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) erstellt werden muss. Kämmerer und Beigeordneter Gerd Dahlmanns stellte die Bilanz, Bestandteil der Haushaltssatzung 2009, im Haupt- und Finanzausschuss kurz vor.

Diesen Etatentwurf werden die Fraktionen im Gemeinderat in den kommenden drei Wochen in Klausurtagungen beraten, so dass der Haushalt im März verabschiedet werden kann.

Bis an die Belastungsgrenze

Kämmerer Dahlmanns erklärte, er sei „überrascht” von der Größenordnung des Anlage- und Umlaufvermögens. Vor zwei Jahren hätte er die Aktiva auf 50 bis 70 Millionen Euro geschätzt.

Allerdings stellt er mit Blick auf die Sachanlagen und deren Marktwert nüchtern fest: „Wer kauft uns die Kanäle ab?”

Wie Dahlmanns in der Ausschussitzung darlegte, war die Erstellung der Bilanz ein strapaziöser „Dauerlauf”, der die Verwaltung „bis an die Belastungsgrenze” geführt habe. Sie sei aber noch nicht abgeschlossen. „Wir arbeiten noch täglich daran.” 2008 sei, so der Kämmerer, dank sprudelnder Einnahmen „ein gutes Jahr” gewesen. Die Rücklagen, „unser Sparbuch”, konnten auf 3,5 Millionen Euro aufgestockt werden.

Damit hat die Gemeinde reichlich liquide Mittel. Investitionen können daher ohne die Aufnahme neuer Kredite finanziert werden. Wie bereits berichtet, wird die Gemeinde die Verschuldung weiter zurückführen auf knapp 2,13 Millionen Euro. Zusätzlich zu den geplanten Investitionen von fast 3,1 Millionen Euro ist zurzeit eine „Ergänzungsliste” in Arbeit, um vom Konjunkturpaket II der Bundesregierung zu zehren.

Gangelt kann mit etwa 579.000 Euro für den Bildungsbereich und 613.000 Euro für Infrastrukturmaßnahmen rechnen. Für Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU) besteht im Bereich Bildung Handlungsbedarf vor allem in Birgden, Breberen und Stahe. Zu den insgesamt 1,19 Millionen Euro vom Bund käme dann allerdings noch ein kommunaler Eigenanteil von 12,5 Prozent für diese zusätzlichen Investitionen im laufenden und im kommenden Jahr.

Die energetische Sanierung der Hauptschule soll dagegen mit Mitteln aus einem Programm des Landes NRW angegangen werden, ein Förderantrag ist eingereicht.

Dahlmanns warnte die Mitglieder des Finanzausschusses vor zu großem Optimismus. Die „Orientierungsdaten” bei den Einnahmen 2009 „bergen in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise Risiken, die in ihren Folgen derzeit nicht abgeschätzt werden können”.
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