Fusion-Gitarrist Scott Henderson: Konzert im Rondell

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
8811670.jpg
Scott Henderson, Gary Novak und Jeff Berlin (von links) begeisterten im Heinsberger Rondell mit Fusion-Sound. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Dass die „Fusion“ genannte Musikrichtung als Verbindung von Jazz und Rock, überaus beliebt in den 1970er Jahren, von ihrer Popularität nichts eingebüßt und immer noch ihre Fans hat, zeigte die jüngste Veranstaltung im mittlerweile sogar über die Landesgrenzen hinaus bekannten Treffpunkt für Jazzfreunde aller Couleur.

Selbst aus den Niederlanden und aus Belgien waren die Gäste des Abends angereist, um mit Scott Henderson, einen der weltweit bekanntesten Fusion-Gitarristen, mit seiner Band zu hören.

Der Andrang war sogar so groß, dass sich zahlreiche Henderson-Fans im Vorraum des Rondells im Klevchen mit Stehplätzen begnügen mussten. Aber auch sie schätzten alleine die Nähe zum einem der großen Stars seines Genres. „Ich habe Scott Henderson bisher immer nur in großen Hallen gesehen“, freute sich etwa Schlagzeuger Ulf Stricker, der an der Jugendmusikschule erfolgreich als Lehrer arbeitet.

„Richtig cool“ fühlte sich da natürlich Theo Krings, Leiter der veranstaltenden Jugendmusikschule, bei seiner Begrüßung. Und er vergaß nicht, der Raiffeisenbank Heinsberg und dem Kreiswasserwerk, die Sponsoren dieses höchstklassigen Auftritts waren, zu danken.

Wie sehr die Weltstars jedoch auf dem Boden geblieben und sogar die Nähe ihres Publikums suchen, bewiesen sie mit diversen humorvollen Einlagen, nachdem Jeff Berlin (Bass) schon mit Kusshand das Publikum begrüßt hatte und zu Beginn der Pause noch bemerkte: „Ich bin ein Berliner“. Als Band mit Jazz, Rock, Blues und Fusion stellte Henderson das Trio vor, das Gary Novak (Drums) komplettierte. „Und wir sind eine laute Band“, erklärte er. Das bewiesen die drei dann sofort, nachdem die eingefleischten Fans ihre Ohrstöpsel herausgeholt hatten.

„Wir spielen euch was von Weather Report“, kündigte Henderson die Musik einer der künstlerisch bedeutendsten und kommerziell erfolgreichsten Jazz- und Fusion-Bands der 1970er und 1980er Jahre an. Und ganz aus der Nähe konnten die Zuschauer im Rondell verfolgen, wie er ganz hohe und ganz tiefe, aber auch ganz ungewöhnliche Töne aus seiner pfefferminz-farbenen E-Gitarre herauszauberte und so seine ganz eigene Interpretation entwarf.

Zwischendrin aber auch ganz ruhige, leise Melodien führten die Gäste des Abends „back in the old days“, wie Henderson erklärte, zurück zu den Ursprüngen dieser Musik.

Wünsche des Publikums wurden natürlich auch erfüllt. Spontan kam da der Wunsch, etwas von dem einen Tag zuvor verstorbenen, bekannten britischen Rock-, Blues- und Jazzmusiker Jack Bruce zu spielen. „Er war sehr bedeutend für mich als E-Bass-Spieler“, bekannte Berlin und lieferte spontan ein tolles Solo ab, das vom Publikum ebenfalls begeistert mit Applaus belohnt wurde.

Dann tobten sich alle drei an ihren Instrumenten weiter aus, und Henderson brachte Töne aus seiner Gitarre hervor, die ihn sichtlich schmunzelnd selbst sehr freuten. Am Ende gab´s dafür stehende Ovationen vom Publikum und eine Zugabe der drei Weltklasse-Musiker.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert