Für Probleme der Senioren ein offenes Ohr

Von: Udo Stüßer
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Sie setzen sich für die Belan
Sie setzen sich für die Belange der Senioren ein: Caritas-Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels-Schell (links) und Renate Schlegel. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Was brauchen Senioren? Was kann, was muss in der Stadt verändert werden? Wie kann die Lebensqualität der in Geilenkirchen lebenden älteren Menschen verbessert werden? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich der Runde Tisch für Altenarbeit unter Leitung der Caritas-Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels-Schell.

Zu diesem Runden Tisch haben sich ehrenamtlich arbeitende Menschen zusammengefunden, die Angebote für Senioren machen. Da sind Vertreter der Besuchsdienste, da sind Ehrenamtliche aus den einzelnen Kirchengemeinden, aber auch Mitarbeiter des Franziskusheimes, von Camino und des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Geilenkirchen. Auch Manfred Kaminski, Mitglied der Senioreninitiative Kreis Heinsberg, hat hier einen Platz. Jeder, der sich für Altenarbeit interessiert, ist hier willkommen.

Jetzt ist der Runde Tisch für Altenarbeit durch Renate Schlegel auch im Ausschuss für Bildung und Soziales vertreten. „Mir macht die Arbeit Spaß, weil man das Interesse der Senioren spürt”, sagt Renate Schlegel, die seit zehn Jahren die Frauenhilfe der evangelischen Kirchengemeinde Geilenkirchen leitet. Vorträge zum christlichen Glauben, politische Referate, Ausflüge, aber auch gesellige Veranstaltungen stehen auf dem Programm der Frauenhilfe. 1993 trat Renate Schlegel dieser Organisation bei, übernahm später die Kassenführung und im Jahr 2002 die Nachfolge von Elvira Pirschel. Seit dem Jahr 2009 ist die 67-Jährige auch Vorsitzende der evangelischen Frauenhilfe im Kirchenkreis Jülich.

„Es gibt viel zu wenige ehrenamtlich Tätige, vor allem jüngere Ehrenamtler fehlen”, bedauert Nicole Abels-Schell und lobt die Bereitschaft Renate Schlegels, die Anliegen der Senioren jetzt auch im Sozialausschuss zu vertreten. „Ich wurde von Mitgliedern so lieb darum gebeten”, lacht sie.

Wenn Renate Schlegel, nun Bindeglied zwischen Rundem Tisch und Stadtrat, auf Probleme der Senioren angesprochen wird, fällt ihr spontan der Marktplatz ein. „Die schlecht liegenden Pflastersteine sind eine Gefährdung”, bedauert sie. Wünschenswert wären ihrer Meinung nach ein zentraler Seniorenparkplatz und eine längere Ampelschaltung an der evangelischen Kirche. „Es hängen einfach viel zu wenig Briefkästen in der Stadt, auch könnte so manche Stufe für Senioren besser gekennzeichnet sein”, sagt sie.

Der Sozialausschuss der Stadt Geilenkirchen hat nicht nur beschlossen, dass ein Mitglied des Runden Tisches für Altenarbeit einen festen Sitz im Ausschuss hat und dort antragsberechtigt ist. Darüber hinaus soll die Verwaltung sicherstellen, „dass kleinere Anregungen und Beschwerden aus dem Runden Tisch im baulichen Bereich schnell aufgegriffen werden und, sofern rechtlich und finanziell vertretbar, erledigt werden”. Anregungen von größerer Dimension werden nach Absprache mit dem Ausschussvorsitzenden auf die Tagesordnung der Sitzungen gesetzt.

Nicole Abels-Schell weist in diesem Zusammenhang nicht nur auf die gute Zusammenarbeit des Runden Tisches mit der Stadt Geilenkirchen hin, sondern auch auf die Kooperation der Stadt Geilenkirchen mit der Caritas bei der Ausbildung von ehrenamtlichen Seniorenbegleitern.

Seniorenbegleiter

„Wir haben noch ehrenamtliche Seniorenbegleiter, die noch Kapazitäten frei haben”, sagt die Gemeindesozialarbeiterin. Sechs qualifizierte und zertifizierte Seniorenbegleiter sind seit dem Frühjahr im Einsatz, begleiten alte Menschen zum Arzt, kaufen ein oder kommen einfach zu einem Spielnachmittag, „ganz nach den Wünschen der Senioren”, wie Abels-Schell erklärt. Sie weiß: „Es gibt viele alte Menschen, die Hilfe brauchen. Der Bedarf ist da, aber bei vielen ist auch eine Hemmschwelle. Manche würden ohne Seniorenbegleiter vereinsamen.” Wer mehr über die Arbeit des Seniorenbegleiters wissen will, wendet sich an Nicole Abels Schell, Telefon 02451/4820889.

Die nächsten Treffen des Runden Tisches sind am 1. März, 28. Juni und 25. Oktober, jeweils 18.30 bis 20.30 Uhr. Die Treffen finden statt in den Räumen der Caritas in Geilenkirchen, Konrad-Adenauer-Straße 196.
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