SPD Übach-Palenberg ehrt Jubilare und erinnert an Grundwerte

„Für die Rechte der Arbeiter und unabhängig vom Geldadel“

Von: Markus Bienwald
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Bei der Jubilarehrung: Stadtverbandsvorsitzender Alf-Ingo Pickartz (5. v.r.) mit Parteigenossen. Foto: M. Bienwald

Übach-Palenberg. Die Jubilarehrung des SPD-Stadtverbandes Übach-Palenberg hat so ihre festen Regeln. Erstens muss immer die alte, mit den fetter gedruckten, etwas schnörkeligen drei Parteibuchstaben bestückte Riesenflagge dabei sein. Zweitens gibt es als kulinarisches Highlight den jahreszeitlich bestens passenden Teller mit Grünkohl samt Einlage. Und drittens darf der amtierende Vorsitzende dann nicht nur ein paar nette Worte zu den Geehrten verlieren.

Alf-Ingo Pickartz nutzte das mit 76 Gästen gut gefüllte Auditorium in der ehemaligen Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) auch zu einem kleinen Blick auf die Genossen in der ehemaligen Zechengemeinde. „Wir sollten stolz sein, Mitglied einer Partei zu sein, die mutig für die Rechte der Arbeiter kämpfte und sich nie vom Geldadel finanzieren ließ“, so Pickartz.

Die SPD finanziere sich vielmehr selbst und müsse sich nicht auf die gute Zusammenarbeit mit Lobbyisten und Wirtschaftsführern verlassen. Am jüngsten Beispiel rund um die Glyphosat-Zulassung machte der Vorsitzende fest, dass sich die CDU/CSU mehr für Gewinne von Konzernen interessiere als für die Menschen und ihre Lebenswelt.

„Das ist im Land so und leider auch in unserer Stadt“, unterstrich Pickartz. Die SPD hingegen wolle Investoren gewinnen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung interessieren und nicht den Bauträgern das beste Geschäft vermitteln. Anträge zur ökologischen Stadtentwicklung und zur Gründung einer Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft hätten dies unterstrichen. „Wir hätten nichts dagegen, diese Gesellschaft schnell zu gründen, sonst hat die Stadt alle verfügbaren Grundstücke vermutlich zu günstigen Preisen an ihre Geschäftspartner verkauft“, sagte er.

Dabei gebe es auch in den Innenstädten genug zu tun, beispielsweise beim Wohnen, bei der Bildung und auch beim Umweltschutz. „Dabei zeigt das von Sascha Derichs initiierte Projekt „Kids“ eindrucksvoll, dass die Jugend durchaus an Politik interessiert ist“, schloss Pickartz, der sich wünschte, dass sich mehr Bürger engagieren.

Bei den Ehrungen konnten zwar nicht alle langjährigen Genossen begrüßt werden, doch folgende SPD-Mitglieder wurden ausgezeichnet. Zehn Jahre: Renate Brockly, Manfred Kroker und Hubert Strank; 25 Jahre: Ralf Kouchen und Matthias Spätgens; 40 Jahre: Irmgard Bollig, Helene Kaupat, Gisela Schermuly, Hans Strauch, Dieter Wefers und Marlies Wefers; für 50 Jahre empfingen Helmut Klug, Medi Kornetka, Edmund Malburg und der ehemalige Technische Beigeordnete Werner Schiewe ihre Auszeichnung und den Applaus der Anwesenden.

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