Übach-Palenberg - Für den wahren Sturm sorgen die Jecken selbst

Für den wahren Sturm sorgen die Jecken selbst

Von: Markus Bienwald
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Knatschbunter Karneval: Weil einige doch gebangt hatten, ob der Zug abgesagt werden muss, war die Freude umso größer, als er dann stattfand. Foto: Markus Bienwald Foto: Markus Bienwald
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Knatschbunter Karneval: Weil einige doch gebangt hatten, ob der Zug abgesagt werden muss, war die Freude umso größer, als er dann stattfand. Foto: Markus Bienwald
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Knatschbunter Karneval: Weil einige doch gebangt hatten, ob der Zug abgesagt werden muss, war die Freude umso größer, als er dann stattfand. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass sich die Jecken beim Zentralen Rosenmontagszug am Montag in Übach-Palenberg bis kurz vor knapp Zeit nahmen, um teilzunehmen. Und das galt zum einen für die insgesamt 28 Gruppen, die sich in einem gewaltigen närrischen Lindwurm mit sicher mehr als 600 Teilnehmern auf den Weg vom Palenberger Bahnhof zum Übacher Rathausplatz machten.

Einen focht die ganze Sache nicht an: Wolfgang Dressel vom Festausschuss Übach-Palenberger Karnevalsvereine. Ihm oblag mit der Führungsspitze des Ausschusses die endgültige Entscheidung, doch das Wort, das er schon bei der Rathauserstürmung am Fettdonnerstag gegeben hatte, galt auch noch ein paar Tage später. „Wenn in Übach-Palenberg Züge ausfallen, dann bei der Bahn“, hatte Dressel da schon gesagt. Und so schlief er trotz einer draußen stürmischen Nacht in seinen vier Wänden bestens. „Ich habe mir keine Sorgen gemacht, dass der Zug nicht wie geplant stattfinden könnte“, so Dressel.

Da es – abgesehen von den beiden hölzernen Pferden an der Zugmaschine des Prunkwagens der Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG) – keine Tiere im Zug gab, musste auch in Sachen Zulassung zum Zug nichts geändert werden.

Die zweite Gruppe der vielen tausend Menschen, die sich auch in diesem Jahr wieder beim zentralen Rosenmontagszug in Übach-Palenberg zum Feiern blicken ließen, die Jecken am Straßenrand, ließ sich aber vorsichtshalber bis zum letzten Moment Zeit mit ihrem Erscheinen. So war es gut 20 Minuten, bevor der Zoch den für gewöhnlich als Epizentrum fungierenden Übacher Rathausplatz erreichte, ebenda noch verdächtig still.

Doch wie auf Knopfdruck ließ sich nicht nur die Sonne mit ein paar wärmenden Strahlen blicken, auch die Menschen wagten sich vor die Tür, um zumeist toll kostümiert mitzuschunkeln. Dabei regnete die Kamelle wie eh und je auf die Köpfe und in die Tüten der Zugbesucher. Verteilt wurden sie von fantasievoll gekleideten Truppen wie den Babys aus Marienberg – deren „Oberkind“ Harry Hermanns verabschiedete sich für sein Kostüm sogar vom geliebten Vollbart – oder den „Krümelmonstern“ der KG „Lustige Marienberger Jekken“.

Neben Clowns, den märchenhaften Kindern und Erwachsenen von der Awo-Kita Übach, Eskimos, Super Marios, Römern und Tennisbällen vom Tennisclub in Übach, gab es noch zwei Wagen, die faszinierte Blicke auf sich zogen. Zum einen war das der wohl schönste Wagen des gesamten Zuges, der dieses Mal von der KG „Scherpe-Bösch-Wenk“ kam, und auch dank Silvia Börger und Präsident Leon Greven reichlich Süßes unter die Meute brachte. Zum anderen war es der Prunkwagen der KG „Frelenberger Esel“, die zum viermal elfjährigen Jubiläum mit dem Stadtdreigestirn Jungfrau Wilfriede (Schulz), Prinz Marcel I. (Derichs) und Bauer Niclas (Meuwissen) die Stadtregenten stellten.

Nicht nur für die drei war es auch dank der Musik von der Privat-Musikkapelle Scherpenseel, des Trommler- und Pfeiferkorps Übach-Palenberg und der klingenden „Ehrengarde“ ein toller, sonniger Rosenmontagszug durch die Innenstadt.

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