Für den Pipeline-Auftrag richtig Gas geben

Von: hama
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Gangelt-Niederbusch. Die Herstellung der „Nord-Stream-Gaspipeline” ist eines der größten Infrastrukturprojekte in Europa. An der Anlage beteiligt ist die Spezialtiefbauabteilung des im Gangelter Ortsteil Niederbusch ansässigen Bauunternehmens Schlun.

Der aktuelle Auftrag umfasst dem Bau von 100.000 Quadratmetern Spundwand für Baugruben und Rohrgräben, in die dann im Bereich der „Norddeutschen Erdgasleitung” die Rohre mit einem Durchmesser von rund 1,40 Metern verlegt werden.

Der Bau der Nord Stream-Pipeline wurde im Jahr 2005 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf den Weg gebracht. Die Leitung verläuft durch die Ostsee und transportiert Erdgas von Russland nach Europa. Die bereits über 1200 Kilometer lange Gasleitung von Vyborg (Russland) nach Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) wird nun von Greifswald aus bis Niedersachsen erweitert.

„Als die Angebotsanfrage zu dieser landseitigen Fortführung, der Norddeutsche Erdgasleitung im Frühjahr auf meinen Schreibtisch kam, staunten wir nicht schlecht”, sagt Björn Schlun aus der Geschäftsleitung. Angefragt wurde von einem Auftraggeber, der mit der Schlun-Spezialtiefbau schon Geschäfte gemacht hat. „Es wurde kalkuliert, überlegt und immer wieder neu gerechnet”, erinnern sich Björn Schlun und Ernst Nießen, der seitens der Schlun-Gruppe dieses Projekt betreut.

Der Pipeline-Auftrag sollte das bisher größte Gewerk in der Firmengeschichte werden, und es galt nun, den Spagat zwischen der Kontinuität von Aufträgen sowie der Betreuung hiesiger Kunden wie auch dem angebotenen Großprojekt zu schaffen. „Aufgrund der terminlichen und massenmäßigen Vorgaben haben wir uns nach Durchsicht der Anfrage einen Geschäftspartner gewählt und uns entschlossen, diese Maßnahme gemeinschaftlich mit der Linnicher Firma Grundbau Jansen als Bietergemeinschaft umzusetzen”, sagen Björn Schlun und Ernst Nießen. Dieses Konzept gefiel auch dem Auftraggeber, und so konnte der Vertrag mit einem Volumen von 2,4 Millionen Euro unterzeichnet werden.

Drei Rammgeräte sind in Artlenburg im Einsatz; zu jedem dieser Spezialbaufahrzeuge gehören zwei Arbeiter, zusätzlich für die sechs ein Bauführer. Die sieben Fachleute haben es geschafft, in den vergangenen sechs Monaten schon rund 50 000 Quadratmeter Spundwand zu setzen. Damit ist rund die Hälfte des 63 Kilometer langen Abschnitts geschafft. 1224 Kilometer wird die Pipeline insgesamt lang. 100.000 Rohre von jeweils zwölf Metern Länge sollen 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr nach Europa liefern.

Anlässlich der jüngsten Betriebsversammlung hatte Björn Schlun davon gesprochen, dass die Geschäftsleitung viel Mühe darauf verwendet, mit dem Einholen von Aufträgen die Zukunft der im Jahr 1945 von Lambert Schlun gegründeten Bauunternehmung zu sichern.

Die anerkannt gute Leistung der Schlun-Gruppe bei dem Pipeline-Auftrag in der Nähe von Hamburg hat dazu geführt, dass sich innerhalb des Bauvorhabens Folgeaufträge ergeben haben, die die Auftragsmasse weiter erhöht. „Darüber freuen wird uns natürlich und sehen unsere Firma damit in Sachen Leistungsfähigkeit bestätigt”, sagt Björn Schlun, „das darf gerne so weitergehen.”
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