Geilenkirchen - Für 300 Studenten führt der Weg in die Zukunft über den Loherhof

Für 300 Studenten führt der Weg in die Zukunft über den Loherhof

Von: Jan Mönch
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Noch eine Baustelle, schon in wenigen Tagen ein vollständig fertiges Wohnheim: Haus 5 auf dem Loherhof im Westen von Geilenkirchen wurde nun offiziell an FH-Rektor Professor Marcus Baumann übergeben. Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen. Geilenkirchen. Baulärm ist eher selten willkommen, zumal wenn er Sprechern abverlangt, ihre Stimmen zu erheben. Professor Marcus Baumann konnte sich am Krawall von Schlagbohrern und Hämmern am Donnerstag am Loherhof absolut gar nicht stören. Schließlich wurde so signalisiert: Es wird gearbeitet, die Chancen, dass die Bagger binnen weniger Tage abgezogen und das neue Studentenwohnheim komplett fertiggestellt ist, stehen gut.

Den symbolisch überreichten Schlüssel konnte der Rektor somit bedenkenlos entgegennehmen. Das Wohnheim wird innerhalb des Komplexes im Westen von Geilenkirchen „Haus 5“ genannt und umfasst 21 Wohnungen.

Zusammen mit den vorhandenen Wohnheimen wird die Zahl der dort lebenden Studenten sich somit schon bald auf 300 belaufen. „Wir haben den Loherhof zu einem Wandel gebracht, der ein schönes Gesicht nach außen zeigen sollte“, so Freddy Solty, Geschäftsführer der Firma Franz Davids Loherhof GmbH, mit Blick auf die Veränderungen der vergangenen Jahre.

Am Loherhof untergebracht sind Studenten der FH Aachen, die am Jülicher Freshman Institute auf ein Studium in Deutschland vorbereitet werden. Manche sprechen nur Englisch, einige auch schon passables Deutsch. Wenn Haus 5 in wenigen Wochen komplett ausgebucht ist, werden 20 außereuropäische Nationen vertreten sein – von den USA über China und Malaysia bis Russland.

Gewinn für Geilenkirchen

„Es fällt uns nicht leicht, uns als innovativen Standort zu präsentieren“, gab Bürgermeister Thomas Fiedler zu. „Schaffen Sie ein Alumni-Netzwerk, in dem der Name Geilenkirchen möglichst häufig fällt“, lautete dementsprechend seine Bitte an FH-Rektor Baumann. Für Geilenkirchen sei der Campus teilzuhaben, der zwischen Jülich und Aachen entstanden ist, ein Gewinn.

1620 Quadratmeter Nutzfläche

2,7 Millionen Euro haben die 21 neuen Wohnungen gekostet, die sich jeweils vier Studenten teilen werden. Insgesamt kommt das Gebäude auf 1620 Quadratmeter Nutzfläche, nicht eingerechnet ist hier eine Dachterrasse von 70 Quadratmetern. Auch an eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Versorgung mit Nahwärme über das auf dem Gelände vorhandene Blockheizkraftwerk hat das Erkelenzer Architekturbüro Viethen gedacht.

Natürlich hieß auch der Rektor die zahlreich zur Schlüsselübergabe erschienenen Studenten willkommen. Aus zwei möglichen Gründen sei es wichtig für Deutschland, sich weltweit zu öffnen. Erstens: „Um Ihnen hier in Deutschland eine Perspektive zu geben.“

Oder zweitens: „Damit Sie in ihre Länder zurückkehren, hier viele gute Erfahrungen gemacht haben und für ein Unternehmen im Ausland für den Kontakt nach Deutschland zuständig sind.“ Dies, so Baumann weiter, sei der Weg in die Zukunft.

Eine letzte offene Frage rief Altrektor Josef Buchkremer, bis 2005 auf der Position tätig, die heute Baumann bekleidet, ins Gedächtnis: Wie kommen die Studenten von Aachen nach Jülich? Der Linienverkehr würde dem täglichen Ansturm kaum mehr gerecht. Bis eine Dauerlösung gefunden ist, werden die Studenten mit eigenen Bussen nach Jülich gebracht.

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