Fünf Verletzte bei Brand in Mehrfamilienhaus

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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Die Rettungskräfte rückten jeweils mit einem Großaufgebot aus. Foto: Ralf Roeger
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Die Rettungskräfte rückten jeweils mit einem Großaufgebot aus. Foto: Ralf Roeger
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Die Rettungskräfte rückten jeweils mit einem Großaufgebot aus. Foto: Ralf Roeger

Übach-Palenberg. Als die Rettungskräfte am Einsatzort eintrafen, war die Hitze im Erdgeschoss bereits so gewaltig, dass die Fenster geplatzt waren und der Putz sich von den Wänden löste. Der dichte Rauch zog durchs Treppenhaus und auch durch die Fenster in die Wohnungen darüber.

Fünf Schwerverletzte - so lautete eine gute Stunde später die Bilanz des Feuers in Frelenberg am Montagabend, und einiges spricht dafür, dass die Bewohner des Hauses noch Glück im Unglück gehabt haben.

Der Alarm war gegen 19.15 Uhr ausgelöst worden. Wenig später waren insgesamt 56 Feuerwehrleute der Löschgruppen Frelenberg, Scherpenseel und Übach auf Frelenbergs Hauptstraße vor Ort. Auch zwei Notärzte, aus Würselen und aus Heinsberg, wurden in die Geilenkirchener Straße 96 gerufen.

Die Feuerwehr ging mit zwei Trupps zur Personenrettung ins Gebäude. Vier Hausbewohner wurden aus den oberen Stockwerken gerettet. Dazu zogen die Einsatzkräfte ihnen Fluchthauben über und führten sie durch das Treppenhaus. Einer der Bewohner musste getragen werden, da er gehbehindert war. Dazu wurde ein Bergetuch eingesetzt. Der fünfte Verletzte hatte sich selbst in Sicherheit bringen können.

Der dritte Trupp ging derweil per C-Rohr gegen die Flammen vor, berichtete Übach-Palenbergs Feuerwehrchef Detlef Mäntz am Tag nach dem Einsatz. Bei den Nachlöscharbeiten wurden anschließend mögliche Glutnester unschädlich gemacht. Schließlich wurde ein Hochdrucklüfter eingesetzt, um das Gebäude vom Rauch zu befreien. Gegen 20.30 konnte ein Großteil der Rettungskräfte seinen Einsatz beenden und in den verdienten Feierabend gehen. Der Bauhof versiegelte noch das Gebäude, damit niemand auf den dummen Gedanken kommt, dort einzusteigen.

Ein Verletzter wieder entlassen

Die fünf Verletzten, die Rauchgasvergiftungen erlitten hatten, wurden auf verschiedene Krankenhäuser verteilt, zwei von ihnen kamen ins Aachener Uniklinikum. Ein Verletzter konnte das Krankenhaus bereits am nächsten Morgen wieder verlassen. Als schwer verletzt gilt nach Definition der Polizei, wer mindestens eine Nacht im Krankenhaus bleiben muss.

Das Gebäude wurde durch das Feuer schwer beschädigt: Das Erdgeschoss brannte völlig aus, auch im Stockwerk darüber war die Hitzeentwicklung so stark, dass die Rollläden schmolzen, wie Feuerwehrchef Mäntz unserer Zeitung berichtete. Ob das Gebäude auf lange Sicht wieder nutzbar sein wird, müssen entsprechende Untersuchungen ergeben.

Die Brandursache ist bislang unklar, die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Sprecherin Angela Jansen stellte am Dienstag jedoch klar, dass es bislang keine Hinweise auf Brandstiftung gebe.

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