Frühlingskonzert: Freude mit der„weißen Wolke“

Von: agsb
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Überraschendes hatte der Musikverein Birgden anlässlich seines 40. Konzertes auf den Notenblättern. Dirigent Thomas Krautwig führte das Ensemble zu ganz großer Leistung, was die Gäste auch honorierten. Foto: agsb
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Den jugendlichen Solisten gehörte beim Konzert viel Beachtung.

Gangelt-Birgden. Der Musikverein Birgden wollte sein Publikum überraschen. Vorsitzender Harald Pelters war in der Vorbereitung auf das Frühlingskonzert sehr zurückhaltend, was Informationen zum Programm betraf. Die positive Überraschung der Gäste fiel umso deutlicher aus.

Auch die Freude der Solisten des Musikvereins (MVB) bei diesem 40. Konzert schien von einem Musikstück zum nächsten immer größer zu werden. Da kam selbst der Dirigent ins Staunen.

Der MVB präsentierte sich in der mit mehr als 300 Personen gefüllten Mehrzweckhalle in absoluter Bestform. Sehr schnell legte das Orchester den Hebel um. Dirigent Thomas Krautwig traute seinem Orchester auch ein Stück zu, das für Musikervereine mehr als eine Herausforderung ist und legte die Messlatte erneut eine Stufe höher.

„Das schafft mein Orchester“, war sich Thomas Krautwig sicher. Gespielt wurde eine Komposition von Philip Sparke, „The land of the long white cloud“ – Land der langen weißen Wolke. Die Reise führte bis ans „Ende der Welt“, nach Neuseeland.

Der Dirigent forderte

Die Musiker kamen bei den Proben vor dem Konzert an ihre Grenzen. Ständiger Taktwechsel brachte manchen Solisten zur Verzweiflung. Der Dirigent ließ nicht locker, forderte und forderte sein Orchester, und dann tauchte der MVB in die Geschichte des Landes ein mit der berühmten Legende über die Maori.

Die Musikfreunde „sahen“ die weiße Wolke förmlich über dem Musikverein schweben. Einfach grandios, so empfanden die Gäste, wie der MVB dieses Stück spielte.

Marsch zum Beginn

Eröffnet wurde das 40. Konzert des MVB mit dem Marsch „A la Italiano“, ein Stück zum „Warmmachen“. Da schon war dem Dirigenten Thomas Krautwig anzumerken, dass an diesem Abend Großes in der Luft liegen würde. Die Trompeten, Baritone und Tenorsaxophone waren in der Alvamar-Overtüre gefordert.

Und der Dirigent drückte auf die Pianobremse, sonst wäre sein Orchester vor Begeisterung schier durchgegangen. Die „Yorkshire Ballade“ von James Charles Barners brachte den Hauch weitläufiger Küsten, grünen Tälern und felsiger Bergland der englischen Region Yorkshire. Auch mit dieser sehr anspruchsvollen Ballade hatte der MVB kein Problem, meisterte mit Bravour die nächste Herausforderung. Von England führte die Musikreise nach Nordamerika, in den Bundesstaat Oregon. Hier bat der MVB zur Bahnfahrt durch eine faszinierende Landschaft in träumerischer Vergangenheit mit vorbeireitenden Cowboys, Indianern oder Goldräubern im Planwagen.

Traditionell setzt man zwischen zwei Konzertblöcken beim MVB auf die Jugend. Die Bläserklasse ist auf dem Vormarsch. Der Nachwuchs zeigte Lampenfieber, was aber nach dem ersten großen Applaus wie vom Winde verweht war und die jungen Musiker/innen loslegten. Zudem spielte das Jugendorchester auf, wobei viele der Musiker/innen hier bereits im großen Ensemble mitwirkten und auch mit diesem jugendlichen Elan den Musikverein „auf Wolke sieben“ schweben lassen.

Rasante Hollywood-Parade

Im zweiten Konzertteil stand Thomas Krautwig als „Captain Jack Sparrow“ auf der Kommandobrücke des Piratenschiffs. „Fluch der Karibik“ stand auf dem Programm, und das Orchester verzauberte die Gäste in der Mehrzweckhalle. Mit Filmmusik ging es weiter, „The Incredibles“ stand auf dem Programm. Der Dirigent gab seinem Orchester vor: „Lasst uns rocken“. Und die Reise durch Hollywood brachte weitere Klassiker. Filmmusik aus „Die Simpsons“, Mission Impossible, Men in Black, Planet der Affen, Hulk, Alice im Wunderland und anderen Kompositionen erklang: Birgden erlebte im zweiten Teil eine rasante Hollywood-Parade.

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