Geilenkirchen - Frühling begrüßt: Konzert der Musikschule Geilenkirchen

Frühling begrüßt: Konzert der Musikschule Geilenkirchen

Von: Johannes Gottwald
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Mit ihren Instrumenten begrüÀ
Mit ihren Instrumenten begrüßten die Geilenkirchener Musikschüler den Frühling. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Frühling ist eine Jahreszeit, die von den Komponisten immer besonders gerne besungen wurde - die wohl bekanntesten Beispiele sind die Frühlingssonate von Beethoven und die Frühlingssinfonie von Robert Schumann.

Aber auch die Zahl der Volkslieder, die den Frühling zum Thema haben, ist ungewöhnlich groß. Da wollte die Musikschule Geilenkirchen nicht nachstehen und stellte die Zeit des wiedererwachenden Lebens nach dem Winter in den Mittelpunkt ihres Konzertes für ihren Nachwuchs.

Trotz des verkaufsoffenen Sonntags hatte sich eine ansehnliche Zahl von Zuhörern im Bürgersaal des Hauses Basten versammelt. Den Auftakt des Konzertes gestalteten die „Jungen Streicher” mit drei kurzen Spielstücken: „Open Strings” von Thomas Kamphausen, „I won´t” und das mit Jazz-Harmonien angereicherte „Spy Movie” bildeten einen hübschen Auftakt.

Dann schlug die Stunde für zahlreiche junge Solistinnen und Solisten, von denen sicher so mancher seine Feuertaufe erlebte. Meist wurden sie von ihren Lehrern am Klavier oder einem anderen Instrument begleitet. Leonie Hoppe stellte auf der Geige einen „Geschichtenerzähler” vor, während Paula Küffner auf der Bratsche ein irisches Fiddle-Lied vortrug; beide Stücke waren von Holzer-Rhumberg komponiert.

Beim israelischen „Havah Nagilah” zeigte Pia Graf auf dem Akkordeon schon eine beachtliche technische Sicherheit, Lisa Mehler folgte mit dem Cello-Stück „Ready, ready, go now”. Sehr klangschön musizierte Joline Schäfer das „Air” von Alan Ridout auf der Blockflöte, bei dem Schlager „A night like this” sang Melanie Prikmann sogar selbst zu ihrer Gitarrenbegleitung. Dagegen wirkte der anschließende „Wirbelwind” von Hans Bodenmann mit Madeleine Ubachs am Klavier infolge des relativ breiten Tempos eher wie eine leichte Brise.

Von dezenter Melodik erfüllt war das Duo op.8 Nr. 1von Ignaz Pleyel (Jolene Boßmeier, Geige), ebenso das kurze, eher schwermütige Andante von Franz Schubert (Zoe-Jil Baumann, Klavier). Das „Neapolitanische Lied” von Tschaikowski gestaltete Elena Gerads auf der Geige mit südländischem Schwung, und die von Philipp Hölzl glänzend vorgetragene Sonatine C-Dur von Friedrich Kuhlau war einer der besten Auftritte des Programmes, der zu Recht viel Applaus fand.

Technisch sauber erklang das bekannte „Glory Hallelujah” mit Jonas Kroschewski an der Gitarre, auch das Menuett C-Dur von J.S. Bach von Kristina Kolm rhythmisch prägnant intoniert. Die Filmmusik aus „Pirates of Caribbean” wurde von Antom Dik gut gestaltet, leider ist die Gitarre jedoch mit ihrer geringen dynamischen Bandbreite für diese Art von Musik weniger gut geeignet.

Nachdem Melissa Braun auf dem Akkordeon „She´ll be comin´round the moutain” hatte erklingen lassen, musizierten Lethien Braun und sein Lehrer Wil Cremers gemeinsam „Bad moon rising”, wobei der junge Interpret auch selbst den Gesang beisteuerte - eine ebenfalls begeistert beklatschte Darbietung. Zart und sanft ließ Senta Kreimer am Klavier „My heart will go on” ertönen, wonach Jule Hagen und Margaux Markgraf mit schönen klangreinen Stimmen bei dem Duett „Vois sur ton chemin” das Publikum begeisterten.

Der nachfolgende „Entertainer” (Michelle Ubachs, Klavier) hätte allerdings etwas mehr Tempo und „Pfeffer” vertragen können. Dunkel und nachdenklich erklangen die zwei Sätze der Sonate d-moll op. 40 von Boismortier, bei denen Pia Ostermeier und Eva Trinenberg mit ihren beiden Celli mit beachtlich sicherem Spiel zu überzeugen wussten, auch „Time forget” mit Romy Greb (Klavier) und „1625 Lombard Street” mit Anna Kozikowski (Querflöte) verfehlten ihre Wirkung nicht. Das prächtige „Summertime” von George Gershwin, bei dem Ina Dackweiler zu ihrem Gitarrenspiel selbst die Solostimme sang, bildete den fulminanten Abschluss eines bunten und abwechslungsreichen Frühlingskonzertes.
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