Frühere Irrwege vermeiden

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Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt: Auch junge Feuerwehrleute waren bei der Feier zum Volkstrauertag in Heinsberg dabei. Foto: defi

Geilenkirchen. Am Sonntag haben die Menschen am Volkstrauertag der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft. Eine zentrale Gedenkfeier mit Niederlegung von insgesamt fünf Kränzen fand zu diesem Anlass auf dem Geilenkirchener Ehrenfriedhof neben der Pfarrkirche St. Marien statt.

Daran beteiligt waren die Reservistenkameradschaften Awacs und Geilenkirchen, das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr, die kanadische Versorgungseinheit Europa, das Kreisverbindungskommando (KVK) Heinsberg, eine Abordnung der Löscheinheit Geilenkirchen der Freiwilligen Feuerwehr, die drei Schützenbruderschaften der Innenstadt, der ATV Geilenkirchen, der Musikvereins Prummern und der Spielmannszug Niederheid.

„Heute, 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, gedenken wir der Opfer, die durch Kriegshandlungen, Schlachten, Gefangenschaft oder Vertreibung ihr Leben verloren haben”, sagte Bürgermeister Thomas Fiedler zu Beginn seiner Ansprache. Jeder, der sich mit der Geschichte der Nazi-Herrschaft und der des Zweiten Weltkriegs auseinander gesetzt habe, frage sich, wie Menschen anderen Menschen etwas derart Ungeheures antun konnten. „Gerade jetzt, wo immer weniger Zeitzeugen unter uns weilen und von ihren Schicksalen berichten können, stellt sich die Frage, wie wir gewonnene Erkenntnisse weitergeben können”, so der Bürgermeister. Erinnern heiße, nicht nur in die Vergangenheit zurückzublicken, erinnern habe auch viel mit der Gegenwart zu tun. Fiedler: „Die Vergangenheit hält Aufschlüsse für die Gegenwart bereit, frühere Irrwege können wir nur vermeiden, wenn wir uns mit ihnen auseinandergesetzt haben.” Sich den Erinnerungen zu stellen und die Verantwortung zu erkennen, die das eigene Land trage, sei nicht leicht.

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