Früh übt sich, wer mal Judomeister werden will

Von: Georg Schmitz
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Der Budo-Sport-Club (BSC) baut neue Judo-Kids-Gruppen auf. Bei einem ersten Training konnten Interessierte reinschnuppern. Gruppenleiterin Karin Hölscher (v.r.) vermittelt nicht nur die Technik, sondern auch den historischen Hintergrund des Sports. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Sporthalle des Berufskollegs des Kreises Heinsberg an der Bauchemer Gracht in Geilenkirchen ist jeden Dienstag Ziel für junge Judosportler. Hier trainiert der 160 Mitglieder zählende BSC Geilenkirchen seinen Nachwuchs.

Aufgrund der zunehmenden Anmeldungen hat sich der Budo-Sport-Club (BSC) entschlossen, eine weitere Judo-Kids-Gruppe aufzubauen.

Entstehung des Sports

Schon die Jüngsten bekommen die Geschichte der Entstehung des Judo-Sports vor Augen geführt, der 1882 von Jigoro Kano erfunden wurde. Aus einem Dutzend Kampfsportarten hat der Japaner verschiedene Techniken zusammengeführt, die sich ohne große Verletzungsgefahr auf sportlicher Basis durchführen lassen.

Beim Judo kann es passieren, dass eine kampfstarke Elfjährige einen gewichtigeren 13-Jährigen mit einem Ippon auf die Matte zwingt. Der Ippon bedeutet auf jeden Fall das Ende des Kampfes und das erklären die Trainer so: Ein Ippon kann bedeuten, dass ein Gegner seinen Kontrahenten im Haltegriff am Boden hält oder dieser mit voller Kraft und vollem Schwung auf den Rücken geworfen wird. „Der 1. Dan ist im Prinzip der Meistergrad“, erklärt Geschäftsführerin Karin Hölscher. Wer ihn besitzt, sei am schwarzen Gürtel zu erkennen.

Schwarzer Gürtel

Die Leistung könne weiter gesteigert werden, bis zum zehnten Dan. Letzteren besitzen in Deutschland aber höchstens drei Judoka.

Doch der Nachwuchs muss sich erst einmal mit dem weißen Gürtel zufrieden geben, bevor die Farbe nach etwa einem halben Jahr in weiß-gelb getauscht werden kann. Gruppenleiterin und Trainerin Karin Hölscher ist begeistert von den neuen Jungs und Mädels der U 10 Abteilung.

Die Judo-Kids trainieren dienstags von 17.15 bis 19 Uhr, und das ist auch ein wichtiges Kriterium, für die Eltern. „Ich begrüße den frühen Beginn des Trainings für meinen siebenjährigen Sohn, dann kommt er auch früh nach Hause“, sagt Silke Fröschen.

Ab einem Alter von etwa zehn Jahren wäre es okay, wenn das Training bis 20 Uhr laufe. Sohn Marlon ist durch einen Freund an den Judo-Sport herangeführt worden und seit Mai 2012 dabei. „Marlon kann sich schon jetzt besser behaupten, sein Selbstbewusstsein wurde durch Judo gestärkt“, erzählt Silke Fröschen erfreut.

Marlon hört derweil aufmerksam Trainerin Nicole Zaunbrecher und Assistentin Sandra Neetenbeek zu, die an diesem Tag mit den Kids auf der Matte stehen. Beide sowie Karin Hölscher bringen den Jungs und Mädels erste Würfe und Bodentechniken bei.

Ein „Kraftpaket“

„Beim Judo werden Koordination, Motorik und Disziplin trainiert“, so Karin Hölscher. Dem Beginn der Trainingseinheit geht immer das Angrüßen voraus, das einer Verbeugung gleich kommt. Nicole Zaunbrecher (20) und Sandra Neetenbeek (17) sind dem Judo aus gleichem Grund treu geblieben: Weil es ihnen Spaß macht. Nicole geht in Horrem zur Schule und absolviert hier eine Ausbildung zur Staatlich geprüften Gymnastiklehrerin. Das „Kraftpaket“ unterscheidet sich schon durch ihre Muskulatur von nicht trainierten Mädels gleichen Alters. Sie verfügt bereits über den braunen Gürtel und übt in der Sporthalle mit dem Nachwuchs „Schubkarre“ was die Arme der Kinder kräftigen soll. Ihre Kollegin Sandra ist stolz auf den blauen Gürtel, den sie seit drei Wochen besitzt.

Freude mit den Kids

Der Umgang mit den Kindern bereitet ihnen viel Freude und mit einer derartigen Motivation werden sie auch in Zukunft dem Nachwuchs den Judo Sport näher bringen können.

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