„Frohsinn Kids“: Lockerungsübungen für die Zunge und den Atem

Von: Andrea Schever
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Emanuel übt mit einigen seiner älteren Chormitgliedern den richtigen Einsatz. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Waurichen. Wo man in den Straßen von Beeck Kinderstimmen ein lockeres „Hakuna Matata“ oder ein gefühlvolles Lied aus „Aladdin“ singen hört, da ist Emanuel Fürkötter mit seinen „Frohsinn Kids“ nicht weit. Der junge Wauricher leitet seit knapp anderthalb Jahren die Kinder- und Jugendabteilung des Gesangvereins Frohsinn Beeck und ist glücklich mit dieser Herausforderung. „Es ist wunderbar für mich zu sehen, dass das Singen den Kindern Freude macht.“

Wenn Emanuel Fürkötter über den Chor der sechs- bis 13-Jährigen spricht, den er leitet, merkt man ihm neben der mittlerweile aufkommenden Selbstverständlichkeit auch eine gewisse Portion an Stolz an.

Wöchentliche Proben

Den darf er durchaus haben, denn der grade einmal 21-Jährige stemmt die wöchentlichen Proben, alle Notenblätter-Vorbereitungen, sowie zusätzliche Intensivproben vor Konzerten in seiner Freizeit. Dazu bereit war er jedoch von Anfang an.

Im Februar vergangenen Jahres fragte seine damalige Chorleiterin Maria Slagboom ihn, ob er die junge Abteilung des Chores übernehmen würde. Emanuel sagte „Ja“ und hospitierte ab dann, um die Abläufe zwischen Sängern und Leiter auch einmal aus der anderen Perspektive zu erleben. Nach einem knappen Monat und einem ersten „Einsatz“ beim Frühjahrskonzert übernahm er die „Frohsinn Kids“ dann eigenverantwortlich.

Wenn er nicht gerade mit seinen Schützlingen für das nächste Konzert übt, studiert er an der RWTH Aachen Verkehrsingenieurwesen im vierten Semester. Doch seine wahre Leidenschaft liegt auf den Notenlinien und der Klaviertastatur.

Zudem spielt er begeistert Saxophon und schreibt das ein oder andere auch schon einmal an eigenen Liedern. Emanuel arbeitet mit seinem Chor aus Überzeugung ohne Textblätter. „Ich mag es nicht, wenn die Kinder sich hinter den Blättern verstecken und den Text nur gefühllos ablesen.“

Stattdessen wiederholt er den Text (anfangs natürlich noch mit dem Blatt) mit den Kindern und Jugendlichen so lange, bis er eingeschliffen ist. Hat jemand Probleme, so geht er darauf ein, „damit die Motivation bleibt“, erklärt er. Denn ohne diese konzentriert sich weder Jung noch Alt gerne.

Die Chorprobe mit dem jungen Musikbegeisterten läuft freundlich und altersgemäß, jedoch auch gradlinig ab. „Ich fange mit Lockerungsübungen für Atmung und Zunge an und stimme die Kinder mit einigen Dynamikübungen auf die Schwierigkeiten des Laut- und Leisesingens ein.“

Interessante Lieder

Gesungen werden verständliche und für die Jugendlichen interessante Lieder in der Regel im Stehen, „da man dann die volle Kraft einbringen kann.“ Störungen kommen während der Proben bemerkenswert selten vor, und selbst wenn, weiß der junge Mann auch damit freundlich umzugehen.

Der nächste Auftritt der Frohsinn Kids steht übrigens am 29. September in der Bürgerhalle in Würm an.

Bis dahin werden Lieder wie „Englishman in New York“ oder „Hakuna Matata“ soweit geprobt, bis Sänger, Sängerinnen und Chorleiter damit zufrieden sind und einen für alle Zuhörer des Konzertes wahrscheinlich unvergesslichen Auftritt hinlegen.

Weitere werden folgen, denn da der Chor mittlerweile Teil seines Lebens ist, hat Emanuel auch nicht vor, ihn so schnell wieder abzugeben.

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