„Freshman-Jahr“ im Loherhof: Austausch der Kulturen vor dem Nikolaus

Von: Georg Schmitz
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Die jungen Frauen aus Papua/Indonesien zeigen begeistert ihren ersten Schokoladen-Nikolaus. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Jülich. In den vergangenen Wochen sind 300 neue junge Menschen aus 20 verschiedenen Ländern in Geilenkirchen eingetroffen. Die Studentinnen und Studenten der Fachhochschulen Aachen und der FH in Jülich haben nun ihre Wohnungen im Loherhof und an anderen Plätzen in der Stadt bezogen.

Das Freshman-Institute hatte im Loherhof vor rund zwei Monaten mehr als 200 junge Menschen im Alter von 17 bis 21 Jahren nach erfolgreichem Abschluss der ersten Stufe ihres vierjährigen Studiums in Deutschland, dem so genannten „Freshman-Jahr“, entlassen. Die meisten von ihnen wechselten zwischenzeitlich in die internationalen Studiengänge an verschiedene Hochschulen und Universitäten.

Fast alle neuen Teilnehmer kommen ohne jegliche Kenntnisse der deutschen Sprache in die Bundesrepublik, sind aber nach einem Jahr erstaunlich fit in den ihnen anfangs noch unbekannten Wortlauten. Sie nehmen während ihres Mathematik-, Physik-, Chemie, Betriebswirtschaft- und Maschinenbau-Studiums am lokalen Alltagsleben teil und nutzen die kulturellen und sportlichen Einrichtungen wie auch die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt.

Erst vertraut machen

Anfangs werden die Frauen und Männer von den betreuenden Sozialpädagoginnen und -pädagogen mit den Gegebenheiten in Deutschland vertraut gemacht. So lernen sie auch den „Nikolaus“ kennen, der ihnen bisher nur aus der Werbung im Fernsehen bekannt war.

Der Leiter des Freshman-Institutes, Professor Hermann-Josef Buchkremer, und Geschäftsführerin Maria Kappenstein hießen aus Anlass einer offiziellen Begrüßungsfeier die Freshmen-Studenten in der Aula des Loherhofs willkommen. Exakt am Nikolaustag machten die deutschen Gastgeber die jungen Menschen aus Asien, Afrika und Südamerika mit dem deutschen Brauch vom „Heiligen Mann“ vertraut.

„Ich denke, kaum jemand von Ihnen hat zuvor jemals einen Nikolaus gesehen“, meinte Prof. Hermann-Josef Buchkremer. Er wie auch Moderator Kuai Yu gingen auf die Historie von Nikolaus ein, der als seinerzeit in der Türkei tätiger Bischof für seine guten Taten bekannt wurde. Heute ist der Heilige Nikolaus Schutzpatron der Kinder und Seefahrer.

Ein Bild für die Familie

In der Aula trafen die unterschiedlichen Kulturen zusammen, alle Studentinnen und Studenten begrüßten den Nikolaus mit stürmischem Beifall und zückten ihre Handys, um das Ereignis für die Familie im fernen Land festzuhalten. Ob die jungen Frauen und Männer nun den Unterschied zwischen St. Martin, Nikolaus und Weihnachtsmann verstanden haben, ist nicht so klar. Denn wie eine junge Chinesin bemerkte, würden all diese Figuren doch irgendwie gleich aussehen.

Mit weihnachtlichem Gesang begleitet vom Akkordeon vermittelte Gerhard Schulz den Gästen einen Eindruck von deutschem Liedgut. Einige Studenten beteiligten sich mit Piano und ihren Stimmen aktiv an der Feier, brachten so auch mit ihren Beiträgen ein Stück ihrer Heimat nach Geilenkirchen. Eine Gruppe aus Papua/Indonesien sang sich besonders in die Herzen der Zuhörer.

Die Studentinnen wollten noch einen Tanz aufführen. Weil jedoch eine der Freundinnen nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus liegt, musste diese Darbietung ausfallen.

Doch nach dem abschließenden Weihnachtslied „Little drummer boy“ war Party angesagt. Hier knabberten viele zum ersten Mal an einem Nikolaus aus Schokolade, der ihnen zuvor spendiert worden war.

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