Frenken schmeißt den Bagger an: Franziskusheim startet mit Neubau

Von: Markus Bienwald
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Ob er sich an den Job gewöhnen könnte? Einen unglücklichen Eindruck machte Hanno Frenken, Geschäftsführer der gemeinnützigen Franziskusheim GmbH am Steuer des Baggers jedenfalls nicht. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Ein erster Spatenstich ist immer auch was fürs Auge, so auch am Freitag beim Neubau am Geilenkirchener Franziskusheim. Nicht nur Pfarrer Peter Frisch und Bürgermeister Georg Schmitz, der zum ersten Mal einen Spatenstich auf der anderen Seite der Kamera erlebte, kamen.

Auch Architekt Josef Viethen, Vertreter der Kreissparkasse Heinsberg, sowie weitere Baubeteiligte, kamen, um den symbolischen Spaten in die Erde neben dem bisherigen Hauptbau „Zum Kniepbusch 5“ in die Erde zu stoßen. „Wir werden aber nicht die Arbeit der Bagger machen“, meinte Pfarrer Frisch augenzwinkernd.

Und Hanno Frenken als Geschäftsführer der gemeinnützigen Franziskusheim GmbH freute sich, beim Startschuss zum zwölf Millionen Euro teuren Bauprojekt, das ab Anfang 2017 als sechsstöckiger Anbau an das bestehende Gebäude aus den 1970er-Jahren für eine 100-prozentige Ausstattung mit Einzelzimmern sorgen wird, einmal selbst am Steuer eines Baggers Platz zu nehmen. „Wir haben jetzt endlich die Möglichkeit, zu starten“, sagte er. Nach Fertigstellung des neuen Gebäudeteils soll dann im zweiten Schritt die Sanierung des Altbaus erfolgen. Ziel ist es, für jeden Bewohner ein großes, behindertengerechtes Einzelzimmer entstehen zu lassen, Großküche und Wäscherei werden erweitert. Die Zahl der aktuell 126 Wohn- und Pflegeplätze auf fünf Etagen wird nicht erhöht, auch die Zahl der Mitarbeiter von 330 inklusive 85 Auszubildenden wird sich nicht ändern.

Hintergrund des Umbaus ist auch, dass der Gesetzgeber ab dem Jahr 2018 verlangt, dass Altenpflegeeinrichtungen dann mindestens 80 Prozent Einzel- und 20 Prozent Doppelzimmer vorhalten. Da das Pflegegesetz zudem mehr ambulante Pflege fordert, wird neben dem Wohnbereich auf fünf Etagen auch die eingeschossige Versorgungseinheit umgebaut. „Wir brauchen mehr Dienstleistungen vor der stationären Betreuung“, schloss Frenken.

Bürgermeister Schmitz lobte in diesem Zusammenhang die Lage und die Entwicklung des Franziskusheimes, in dem vor 42 Jahren die ersten Bewohner einzogen und das 1985 um Festsaal, Hobbyraum und Kapelle erweitert wurde. Und die Entwicklung der Franziskusheim gGmbH ist noch nicht zu Ende, schließlich wird das Sozialzentrum in Bauchem bereits im kommenden Jahr in Angriff genommen.

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