Freikarten locken zum Anschwimmen

Von: mabie
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Warmplanschen mit Wassergischt vom Dezernenten Hans-Peter Gatzen, Dietmar Lux (CDU), Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und Corinna Weinhold (UWG) im Ü-Bad von Übach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald
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Die begehrten Schwimmringe im Tausch gegen Freikarten waren dank vieler Kinder zum Anschiwmmen innerhalb von einer Minute aus dem Becken gefischt. Foto: Markus Bienwald
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Einige der Kinder nutzen die Gelegenheit, einmal die herrliche Doppelrutsche des Freibades zu testen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Sonne gab es satt beim Feiertags-Anschwimmen im Ü-Bad am 1. Mai. Doch mit der Wärme haperte es ein wenig. So sahen es die meisten, lediglich Vielschwimmer Wolfgang Jungnitsch, der Bürgermeister, machte das im Gegensatz zum Freibecken in Gangelt nicht beheizte Wasser wenig aus.

„Wir haben 15,5 Grad“, berichtete Schwimmmeisterin Sabine Maass ihrem Chef, „die fühlen sich aber an wie 22 Grad“, ergänzte der Erste Bürger. So nahmen er, Corinna Weinhold von der UWG, Dietmar Lux (CDU) und Stadt-Dezernent Hans-Peter Gatzen, die als erste in die noch glatten Fluten des blitzblanken Bades tauchten, erstmal ein Fußbad, um nicht gleich einen „Schock“ durch den Temperaturunterschied zu bekommen.

„Wenn man erst mal im Wasser ist, ist es sehr angenehm. Das ist wie an der Ostsee“, ließ ein strahlender Wolfgang Jungnitsch wissen. Drinnen im Hallenbad machten sich derweil rund 30 Kinder „warm“, um draußen im Freibecken nach den begehrten Ringen zu greifen. Denn für jeden ergatterten Ring gab es eine Freikarte für das Hallenbad – was im Becken hohe Wellen schlug.

Einige der Kinder nutzen die Gelegenheit, einmal die herrliche Doppelrutsche des Freibades zu testen. Doch nach wenigen Minuten beschlossen sie einig, ihr Wasservergnügen im Hallenbad fortzusetzen. Ob des frischen Windes, der im Verbund mit dem kühlen Wasser schnell für unangenehme Kälte auf der Haut sorgte, packten aber auch die Offiziellen zügig wieder die Badekleidung ein.

Schwimmmeisterin Sabine Maass machte das kurze offizielle Eintauchen – nur Wolfgang Jungnitsch zog an diesem Tag draußen eine echte Bahn – nichts aus. Schließlich haben sie und ihr Team in enger Zusammenarbeit mit dem Technischen Betrieb der Stadt Übach-Palenberg auf diesen Tag hingearbeitet und alles perfekt für die Sommersaison eingerichtet. Die Strandkörbe sind vorzüglich präpariert, der Sand fein geharkt.

Das soll so sein, schließlich gibt es an Wochenenden bei Badewetter im Schnitt täglich rund 2000 Gäste. „An einem Top-Tag im vorigen Jahr waren es sogar 3000“, erinnert sich die Expertin, die eigentlich Betriebsleiterin des Bades im Titel trägt, „aber dann gibt es nur noch Stehplätze“. Sie kennt das Bad noch aus den Zeiten, als es das Freibad mit Hallenbad noch ohne den Zusatz „Ü-Bad“ gab. Und sie kennt die komplette Geschichte des Umbaus Ende der 2000er-Jahre bis heute. Und mehr denn je, da ist sie ganz sicher, läuft das Bad optimal, technisch zumindest.

Das Defizit, welches das Ü-Bad dem Stadtsäckel regelmäßig beschert, kann zumindest durch technische Einstellungen nicht verringert werden. Auch die Auslastung ist optimal, und von der Wasserqualität können Gäste des Bads nur träumen. „Unser Wasser ist besser als das, was üblicherweise als Trinkwasser geliefert wird“, erzählt Sabine Maass, „das Gesundheitsamt stellt höchste Anforderungen, und wir können das mit unserer ausgezeichneten Anlagentechnik problemlos umsetzen.“

Das war vor wenigen Jahren noch schwieriger, denn erst mit der Komplettsanierung des Hallenbades wurde die Umsetzung der speziellen Anforderungen pro­blemloser. Obwohl hygienisch stets alles einwandfrei gewesen ist, waren die veralteten und teils oft defekten Anlagen aus der Gründerzeit des Hallenbades in den 1970er-Jahren oft ein Risiko.

Bei insgesamt 450 Quadratmetern Wasserfläche in allen zur Verfügung stehenden Becken steht Sabine Maass nicht alleine mit ihren Aufgaben an der Übacher Dammstraße. „Das Ganze läuft nur mit guten Mitarbeitern“, weiß sie. Mit ihr sind es acht Festangestellte und vier Aushilfen, die vor allem bei Open-Air-Sommerbetrieb sehr viel leisten müssen. „Ein solches Mitarbeiterteam würde sich der ein oder andere wünschen. Alle sind engagiert und arbeiten beinahe bis zum Umfallen“, schließt Sabine Maass.

Neben dem Wunsch, das technisch hervorragende und von der Anmutung bis zum Angebot tolle Ü-Bad immer offen zu halten, hat sie aber noch einen ganz großen Wunsch. „Was wir brauchen, ist ein vernünftiger Sommer. Das wär mal was“, lacht Sabine Maass, „nicht nur an einem Wochenende wie im vorigen Jahr.“

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