Freibad-Eröffnung: Schafskälte kann Premiere nicht trüben

Von: mabie
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Ausgiebig testeten die Kinder auch das neue Kinderplanschbecken.

Übach-Palenberg. Natürlich kannte das Publikum bei der feierlichen Wiedereröffnung des Übacher Freibades am Wochenende nur ein Thema: das schauerliche Wetter. Und das war durchaus wörtlich zu nehmen.

Denn obwohl einige, vor allem jüngere, Unbeirrte das Wasser stürmten, blieb Petrus uneinsichtig und öffnete bei der Schafskälte zusätzlich noch alle Schleusen.

Doch für die im herrlich blau schimmernden Wasser war es ein Genuss - schließlich zeigte das Thermometer mollige 23,8 Grad Celsius Wassertemperatur. Damit war es an der um zehn Grad pendelnden Luft allerdings schnell vorbei. Dennoch strömten gut 300 Gäste zur Eröffnung des Freiluftschwimmertempels. Da waren zum einen die rund 100 Offiziellen.

Sie rekrutierten sich aus Reihen der Stadtverwaltung, der örtlichen Politik, aber auch der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg und der Ortsgruppe der DLRG. Beide Vereine übernahmen nicht nur einen großen Teil des Programms, sondern standen am Eröffnungswochenende zusätzlich zu den Mitarbeitern des „Ü-Bades” um Schwimmmeisterin Sabine Maas, für die Sicherheit am und um die Becken bereit.

Übrigens nutzten etwa 80 Interessierte bereits am Freitag, an dem ein Eintauchen in das Nass noch nicht gestattet war, die Gelegenheit, sich bei einem Rundgang ausführlich über das neue Bad zu informieren.

Abends war die Stimmung bei etwa gleichvielen Gästen und Musik von der auch überregional bekannten Band „Cramp” sehr gut. Doch vor dem Vergnügen im Becken stand der offizielle Teil der Eröffnung am Samstagvormittag. Moderator Herbert Lataster begrüßte die Gäste und leitete auch zu den einführenden Worten von Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll über.

Er freute sich über die Arbeit und Anwesenheit von Architekt Wolfgang Scheibenpflug aus Gelsenkirchen. Letzterer zeichnete bereits für die Umgestaltung des Hallenbadbereiches vor einigen Jahren verantwortlich. „Mit dem Hallenbad und nun auch dem Freibad haben Sie eine technisch hochwertige und vom Design her ästhetisch sehr anspruchsvolle und gelungene Schwimmbadanlage für den Ganzjahresbetrieb geschaffen”, lobte der Erste Bürger.

Er sah im kombinierten Ü-Bad „Badespaß pur” und nannte es ein „Schmuckstück”. Dennoch vergaß er nicht den Blick auf die Kostenseite des Badevergnügens. Nur drei Jahre nach der rund 4,5 Millionen Euro teuren Sanierung des Hallenbades wurden im Freibad nochmals rund 2,335 Millionen Euro investiert.

Nach dem Baubeginn am 20. Oktober 2008 hat es, trotz des unerwartet harten Winters, 228 Tage bis zur Fertigstellung gedauert. Nach dem Abschluss der Arbeiten und vor der Einsegnung des Bades durch Pfarrer Thomas Reppich und Pater Matthäus Vempala, OSFS, blieb dem Bürgermeister nur ein Wunsch. Er stellte sich gegen die erneut aufgeflammten Diskussionen im kommunalpolitischen Raum und sagte: „Es ist unser aller Bad, und wir sollten alle miteinander dafür sorgen, dass dieses Bad nur positiv ins Gerede kommt und positive Schlagzeilen erzeugt”.

In Sachen Defizit, das solch ein Badbetrieb immer mit sich bringt, bezog Schmitz-Kröll klar Stellung. „Eine Million Euro Defizit pro Jahr fürs Schwimmen ist nicht verantwortbar!”, unterstrich er. Darum brauche das Ü-Bad möglichst schnell ein „überzeugendes Marketing-Konzept”.

Damit hatte der Bürgermeister seine Arbeit an diesem Vormittag aber noch nicht beendet. Mit Schwimmsachen sowie den Nachfolgekandidaten Heiner Weißborn (SPD) und Wolfgang Jungnitsch (CDU) samt UWG-Vorsitzender Corinna Weißborn und Manfred Ehmig von den VfR-Schwimmern und Klaus Nixdorf von der DLRG im Gepräck ging es zum ersten „Schwimmwettkampf” an die Startblöcke.

Nach zwei Bahnen stand kein Sieger fest. Allerdings durfte dann jeder die neuen Einrichtungen ausprobieren und da war es wieder: das Geräusch vor Glück jubelnder Kinder, die sich vor allem über die neue Doppelrutsche ins Becken stürzten.
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