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Fred Solenski, Urgestein der Geilenkirchener FDP, ist tot

Von: st
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Er ist am Sonntag gestorben: Fred Solenski. Foto: Archiv/Schmitz

Geilenkirchen. Fred Solenski ist tot. Das Urgestein der Geilenkirchener FDP starb am Sonntag im Alter von 78 Jahren. 18 Jahre lang saß er für die Liberalen im Stadtrat, davon 15 Jahre als Fraktionschef. Zehn Jahre lang war er Süggerather Ortsvorsteher. In der Bevölkerung und bei seinen Ratskollegen wurde er für seine Ehrlichkeit und seine Hilfsbereitschaft hoch geschätzt.

Seine politische Arbeit und seine Wortbeiträge waren stets an der Sache orientiert. Sicherlich kämpfte er oft hart um seine liberalen Ziele, nie aber gingen die Wortbeiträge des ehemaligen Soldaten in Ausschuss- und Ratssitzungen unter die Gürtellinie des politischen Gegners. Wie sehr er in seinem Heimatort Süggerath geschätzt wurde, zeigt die Tatsache, dass er als FDP-Mann der CDU den Ortsvorsitz abgenommen hatte. Als Solenski, auch Alterspräsident im Stadtrat, im Jahre 2012 aus dem Rat ausschied, sagte der damalige Bürgermeister Thomas Fiedler, Solenski könne uns lehren, wie wichtig Beharrlichkeit und Festhalten an den essenziellen demokratischen Werten und Tugenden seien. Wörtlich sagte er: „Es war ein Glücksfall für Geilenkirchen, dass er hier seinen Wohnsitz nahm.“ Ein Glücksfall war er besonders für die FDP, bei den Kommunalwahlen holte er in Süggerath stets 200 bis 250 Stimmen, so viele, wie für ein Ratsmandat der FDP erforderlich sind.

Anfang 2014 sorgte er für einen Eklat beim Wahlparteitag. Vor den Kommunalwahlen im Mai schmiss er den Liberalen nach 29-jähriger Mitgliedschaft im Ortsverband die Brocken hin, weil er das Vertrauen gebrochen sah. Es ging damals um die Erstellung der Liste der Wahlkandidaten für die Kommunalwahl. Solenski verweigerte eine weitere Mitarbeit. Am Wahlsonntag im Mai legte er auch den Ehrenvorsitz der Geilenkirchener Liberalen nieder. Das war Teil eines beispiellosen Selbstzerfleischungsprozesses der FDP. Auch wenn die Verärgerung und die Enttäuschung bei Solenski über einen Teil seiner Parteikollegen groß war, hat er nie sein Parteibuch abgegeben. Sein Herz schlug auch weiterhin für die liberalen Ziele. Am Sonntag hat es aufgehört zu schlagen. Geilenkirchen trauert um einen verdienten Kommunalpolitiker.

„Fred Solenski konnte sich stets der Wertschätzung aller Stadtverordneter und des Bürgermeisters sicher sein. Er hat die Politik in Geilenkirchen über Jahrzehnte mitbestimmt“, sagte am Montag Bürgermeister Georg Schmitz. Und Solenskis Nachfolger als Ortsvorsteher, Lars Speuser (CDU), sagte: „Fred war mit Leib und Seele Ortsvorsteher. Er hat sich genauso um die Interessen eines jeden einzelnen gekümmert, wie um das gemeinschaftliche Dorfleben und die Vereine. Er war ein von allen Süggerathern wohlgeschätzter Ortsvorsteher und Mitbürger. In den zehn Jahren als Ortsvorsteher hat er seine Handschrift hinterlassen und durch sein großes Engagement Süggerath nachhaltig geprägt, sodass er nun eine große Lücke hinterlässt.“

Die Beisetzung findet am Freitag, 31. März, 14 Uhr, in Süggerath statt.

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