Frauengemeinschaft feiert 100. Geburtstag

Von: Renate Kolodzey
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Ortsvorsteher Günter Dammers gratuliert der Frauengemeinschaft Breberen zum 100-jährigen Jubiläum – vor allem dem scheidenden Vorstand (links von ihm) und dem neuen (r.). Foto: Renate Kolodzey
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Gut gefüllt ist die Festhalle Buscherheide beim Jubiläumsfest der Frauengemeinschaft. Nach den offiziellen Reden wird getanzt. Foto: Renate Kolodzey

Gangelt-Breberen. „Nicht, dass Sie denken, wir beide gehören zu den Gründungsmitgliedern – obwohl wir zusammen 117 Jahre alt sind!“, rief Vorstandsmitglied Klara Meiers augenzwinkernd in den Saal der Festhalle Buscherheide, als sie mit ihrer Kollegin Marita Craenen die Gäste willkommen hieß. 100 Jahre „Frauengemeinschaft Breberen“ galt es zu feiern und rund 300 Besucher wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

Meiers begrüßte namentlich den Präses der Frauengemeinschaft, Pfarrer Andreas Krieg, Bürgermeister Bernhard Tholen, Ortsvorsteher Günter Dammers, Ehrenortsvorsteher Willi Bomanns, Ehrenvorsitzende Irene Vergossen, Vertreterinnen der Frauengemeinschaften der Nachbardörfer, Ortsvereine, den „Pfarr-Cäcilien-Chor Breberen“, der mit Chorleiter Rudolf Laven die vorhergehende Festmesse feierlich gestaltete und den „Musikverein St. Josef Breberen-Schümm“, der die Frauengemeinschaft all die Jahre musikalisch begleitet hat.

Dank an Männer und Kinder

Meiers Dank galt auch den Kassenwarten Stephan Küsters und Franz Tellers, „unseren Männern und Kindern“ sowie Freunden, die sie stets unterstützten.

Bürgermeister Tholen ergriff das Wort und meinte schelmisch: „Zum 200. Jubiläum komme ich nicht!“ Er würdigte die Arbeit der Frauen, auch auf kulturellem Gebiet. Sie seien wichtig für Breberen, würden vieles im Stillen erledigen – dabei immer ehrenamtlich. Mit einem Kuvert, dass er den Damen überreichte, unterstrich er seinen Dank.

Marita Craenen gab nun einen Überblick über die Geschichte der Frauengemeinschaft: Gegründet wurde sie 1916 vom damaligen Pfarrer Carl Streikens als „Katholischer Frauen- und Mütterverein“. Alle 143 Frauen, die zu jener Zeit in Breberen lebten, wurden Mitglieder. Zunächst waren die Aktivitäten rein religiös, doch bald wurden sie auch weltlich und sozial. Die Nationalsozialisten verhinderten den größten Teil der Vereinsarbeit, doch nach dem Kriege wurde sie wieder aufgenommen.

Die Vorsitzenden der Frauengemeinschaft in den 1920er Jahren, so Craenen, waren Josefa Feldsches, Adele Girthen, Maria Ronkartz und Irene Vergossen. Die seit 1998 amtierenden Vorsitzenden Marita Maaßen, Klara Meiers, Dorothee Rütten, Marlies Rütten, Elfi Schmitz sowie sie selbst möchten nun, am Tag der Feier zum 100-jährigen Jubiläum, den Vorstand abgeben an Petra Casti, Manuela Krückel, Marlene Paulzen, Birgit von Tongelen sowie Andrea und Michaela Weis, erklärte Craenen.

Der neue Vorstand wurde mit Blumen begrüßt, und eins seiner Mitglieder, Manuela Krückel, bedankte sich im Namen ihrer Mitstreiterinnen für das ausgesprochene Vertrauen. Ortsvorsteher Günter Dammers betonte, das Engagement der Frauen sei aus Breberen nicht wegzudenken, beispielsweise ihre Spenden an hilfsbedürftige Einrichtungen und Vereine sowie für die Schutzhütte am Sandberg, und sie könnten mit berechtigtem Stolz auf 100 aktive Jahre zurückblicken.

Auch er bedankte sich mit einem Kuvert. Klara Meiers überraschte nun ihre ehemaligen Vorstandskolleginnen, indem sie jeder Einzelnen von ihnen Lob zollte. Besonders die Gestaltung des über die Ortsgrenzen hinaus bekannten „Bunten Abends“ in der Karnevalszeit habe allen stets viel Spaß bereitet. Dorothee Rütten hob hingegen das Engagement Meiers hervor: „Du hattest immer die besten Ideen!“

Mit einem Glas Wein stießen alle auf die schöne Zeit an, und der Musikverein mit seinem Dirigenten Jüppel Rulands brachte den Damen mit flotten Weisen ein Ständchen, dem sich das „Trommler- und Pfeiferkorps Breberen“ unter dem Dirigat von Karl Schöbben anschloss. Die Zuhörer schunkelten kräftig mit, ehe sie sich von der holländischen Band „The Sunny Pipers“ bis spät in die Nacht hinein auf die Tanzfläche locken ließen.

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