Geilenkirchen - Frau Höpker stimmt an, Geilenkirchen singt mit

Frau Höpker stimmt an, Geilenkirchen singt mit

Von: Georg Schmitz
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„Frau Höpker“ bat in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule zum Gesang, und 370 Menschen von Nah und Fern folgten ihrer Einladung. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Katrin Höpker singt – und alle singen mit. So kann der tolle Liederabend mit der beliebten Unterhaltungskünstlerin auf den Punkt genau umschrieben werden. Unter dem Motto „Frau Höpker bittet zum Gesang“, hatte die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg in die Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule nach Geilenkirchen eingeladen.

Mit 370 Besuchern war diese ausverkauft. Darüber freute sich auch die Stadt Geilenkirchen, die bei den VHS-Veranstaltungen als Kooperationspartner mit im Boot ist.

Zum ersten Mal gesellten sich die Gäste um Stehtische, nur im Bereich vor der Bühne war die Aula mit Stuhlreihen bestückt. Unter den „Mitsingern“ waren Fans von Katrin Höpker, die teils aus Köln, Düsseldorf und Aachen angereist waren. Weil ihre Gastspiele dort immer ausverkauft sind, hatten diese Zuhörer den weiteren Weg nach Geilenkirchen in Kauf genommen. „Singen macht glücklich“, lautet das Rezept der Sängerin, die seit vielen Jahren ihr Publikum begeistert.

Im Alter von gerade einmal drei Jahren startete Katrin Höpker ihre Karriere in der Musikschule. Mit fünf hatte sie ihr eigenes Klavier, mit acht eine Querflöte, mit 13 spielte sie Orgel. Mit 14 wurde sie Bandmitglied und mit 18 hielt sie ihren ersten „ersten Preis“ in der Hand, den sie bei „Jugend jazzt“ gewonnen hatte. Mit 27 schloss sie ihr Musikstudium mit dem Staatsexamen ab. Seit 1990 absolvierte Katrin Höpker unzählige Band-Auftritte oder Solo-Engagements.

2008 startete sie mit ihrem eigenen Format „Frau Höpker bittet zum Gesang“ und hat damit offensichtlich den Nerv des Publikums getroffen. Das beweist nicht nur ihr Beliebtheitsgrad, sondern auch ihre TV-Präsenz. „Ich habe Ihnen ein sehr munteres, offenes Frühlingsprogramm mitgebracht“ begrüßte Katrin Höpker die Besucher in Geilenkirchen. Für den Start habe sie einen tollen Titel ausgewählt: „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“.

Grenzenlos ließen sich auch die Hobbysängerinnen und -sänger in der Aula mitreißen und von Anfang an sprang der Funke über. „Mit dem nächsten Lied sind alle groß geworden“, war sich Höpker sicher, gemeint war der Beatles-Song „Help“. Die meisten Besucher waren der englischen Sprache mächtig und brauchten zudem den Text immer nur von der Leinwand abzulesen. „Die Männer hier heißen heute mal Benny und Björn“, rief die Künstlerin ins Mi-krofon. Alle wussten, dass nun ein Abba-Medley folgen würde. „Ich hoffe, sie sind nicht von Ihrer Frau mitgeschleppt worden, sondern freiwillig nach hier gekommen“, meinte Höpker mit Blick auf die Minderheit der Männer in der Aula scherzhaft. 370 Sängerinnen und Sänger schmetterten ein kraftvolles „Waterloo“ in den Raum.

Aber auch das anschließende Volkslied-Medley fand viel Anklang. Bei „Alle Vögel sind schon da“ erinnerten sich viele an ihre Kindheit. „Sie können das nächste Lied ruhig mit etwas holländischem Einschlag singen“, forderte Höpker die Sangesschar bei „Tulpen aus Amsterdam“ auf. Die Sängerin steigerte den vokalen Schwierigkeitsgrad und führte das Publikum an eine „Grenze, wo Sie vielleicht noch nicht waren“. Die Herausforderung bestand in einem Lied der 20er-Jahre, das damals auch von René Kollo (1878-1940) intoniert worden ist. „Tante Paula liegt im Bett und isst Tomaten“, lautete der lustige Titel, der in „keine Suppe, kein Gemüse, keinen Braten“ seine Fortsetzung fand.

Einige deutsche Schlager aus den 60er- und 70er- Jahren gaben alle gemeinsam ebenfalls zum Besten. Und in Erinnerung an die kürzlich verstorbenen Sänger Joe Cocker und Udo Jürgens griff Katrin Höpker später auf bekannte Songs der beiden Stars zurück. „Vor zehn Jahren war ich mit Udo Jürgens auf Tournee“, erklärt sie die besondere Beziehung zu dem Sänger. „Hier in Geilenkirchen hatte ich ein wunderbares Publikum“ blickt Katrin Höpker nach erfolgtem Gastspiel zurück. Ein tolleres Kompliment kann man seinen Zuhörern und Mitsingern kaum machen.

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