Franziskusheim-Gesellschaft stellt erste Musik-CD vor

Von: Markus Bienwald
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Der vielstimmige wie auch stimmgewaltige Chor von Bewohnern und Mitarbeitern im Franziskusheim Geilenkirchen gab anlässlich der CD-Premiere eine Kostprobe seines Könnens. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. 40 Minuten und 18 Sekunden, das ist die Laufzeit einer Premiere, die ungewöhnlich ist. Denn die von der Franziskusheim-Gesellschaft in Geilenkirchen vorgestellte Musik-CD weist genau diese Spielzeit auf. Dennoch steckt in diesem bislang einzigartigen Projekt viel mehr Arbeit, als es die Hördauer ahnen lässt.

Es ist ehrenamtliche Arbeit, denn Mitarbeiter wie auch Bewohner der Einrichtungen „Burg Trips” und „Zum Kniepbusch” steckten monatelange Arbeit in die Musikproduktion. „Dass unsere Bewohner singen können, wussten wir ja. Aber bei unseren Mitarbeitern hatte ich starke Zweifel”, sagte Geschäftsführer Alfons Nickels augenzwinkernd bei der Vorstellung.

Die Idee zur Schallplatte stammt vom Hausleiter des Franziskusheimes, Mario Ohnesorg. „Der Gedanke dahinter war, dass Mitarbeiter und Bewohner etwas zusammen machen, was auch gelungen ist”, freute er sich bei der Präsentation der Polycarbonatscheibe. Allen habe die Arbeit an der CD mit zwölf ausgewählten Stücken sehr viel Spaß gemacht. „Und den Mitarbeiterchor werden wir natürlich weiter bestehen lassen”, schickte Alfons Nickels schon mal voraus.

Gerade die Mitarbeiter haben viel Engagement in das ehrgeizige Projekt gesteckt, konnten nur in der Freizeit daran arbeiten, was sie aber gern getan haben, wie eine spontane Umfrage zeigte. „Natürlich sind wir nicht die Kastelruther Domspatzen”, räumte Mario Ohnesorg ein, „doch es ist eine sehr schöne Sache dabei herausgekommen.”

Chorleitung gesucht

Größter Wunsch von Bewohnern wie Mitarbeitern gleichermaßen ist es schon heute, bald eine zweite Scheibe folgen zu lassen. Mit dem „Hitpark Tonstudio und Musikverlag” steht der Partner, der bei der aktuellen Produktion mitarbeitete, bereits fest. In der Chorleitung, die insbesondere den Mitarbeitern den letzten stimmlichen Feinschliff und das nötige Timing verpasste, ist noch ein Posten offen.

„Bernd Godemann, der uns hervorragend unterstützte, kann diese Aufgabe aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr übernehmen”, bedauerte Alfons Nickels.

Ein Vermächtnis

Das Ergebnis hingegen macht stolz und kann sich hören lassen. „Tulpen aus Amsterdam” sind zu hören, „Die Gedanken sind frei” oder auch „Über den Wolken”. Zwei im Text völlig neu geschriebene Stücke sind zudem dabei. „Unser Lied”, der Song aller Menschen unterm Dach der Franziskusheim gGmbH, macht den Auftakt. Nach der Melodie „Schön war die Zeit (Brennend heißer Wüstensand)” dichtete Diplom-Sozialpädagogin Monika Schumacher beispielsweise die Zeilen: „Alt sein ist nicht immer leicht / hast Du die 80 erst erreicht / Doch nimm mal Schwung / Das Herz bleibt jung / Du bist nicht einsam und allein”.

Im Refrain wird dann auch der Stolz auf die Einrichtung, deren Leistungen und die Menschen darin deutlich, wie sie singen: „Ja, im Franziskusheim / da bin ich gern daheim”.

Lied elf gibt dann noch ein einzigartiges musikalisches Vermächtnis einer Bewohnerin preis. Margarete Woityczka, die im vorigen September gestorben ist, dichtete auf die Melodie „Schön ist die Jugend” ihre Version mit dem Titel „Schön ist das Alter”.
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