Franz Nobis hat 1,5 Millionen Pfarrbriefe in 40 Jahren gedruckt

Von: hama
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Alle waren gekommen, um Franz
Alle waren gekommen, um Franz Nobis zu seinem besonderen Jubiläum zu gratulieren. Seit 40 Jahren arbeitet er im Pfarrbrief-Team. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Birgden. Rund 1,5 Millionen Pfarrbriefe sind in den zurückliegenden 40 Jahren durch seine Hände gegangen. Tonnen von Papier hat er zusammengelegt, geheftet und für die Zustellung vorbereitet.

Eine Arbeit, die immer ohne viel Aufsehen im Hintergrund passiert ist. Jetzt aber stand Franz Nobis selber im Mittelpunkt einer Feier, und alles, was in den letzten 40 Jahren Rang und Namen rund um die St.-Urbanus-Kirche hatte, fand sich ein, um diesen herausragenden Ehrenamtler zu feiern.

Propst Albert Honings war da, Pfarrer Friedrich Hack, Regionaldekan Gottfried Graaff, Pfarrer Rolf Hannig und Pfarrer Daniel Wenzel. Natürlich alle Bürokräfte und seine „Druckerkollegen” Josef und Heribert Knoben sowie weitere Vertreter aus dem Team der Weggemeinschaft.

Das eine Geschenk war ein Glaskreuz aus der Hand der Gangelter Glaskünstlers Harry Smeets. Und auch die Flasche vom guten Roten soll schon entkorkt worden sein. Dabei deutete für Franz Nobis gar nicht auf einen besonderen Ablauf des Druck- und Tackerabends hin. Von der Feier wusste er nichts, und so trat er, wie in den vergangenen 40 Jahren auch, seinen ehrenamtlichen Dienst an.

Er war an diesem Montag so ins Drucken vertieft, dass er noch nicht mal ins Grübeln kam, als seine Frau plötzlich erschien und Pfarrer Hannig ihn unerwartet in den Nebenraum brachte, wo schon alle warteten. Zusammen mit Josef Knoben und Heribert Knoben braucht das Trio heute zwei Tage zum Drucken des Pfarrbriefes der Weggemeinschaft. Pro Tag haben die Herren rund fünf Stunden Arbeit.

Das liegt immer daran, wie nachrichtenintensiv der aktuelle Pfarrbrief ist beziehungsweise wie viele Seiten er hat. Von 1971 bis 2001 druckte Nobis jeden Donnerstag von 18 bis 22.30 Uhr alleine im alten Jugendheim, das heute das neue Pfarrheim ist. Seit 2002 druckt er im Pfarrbüro in Gangelt. Dank der heutigen Technik geht das schneller und einfacher. Damals noch reine Handarbeit, drückt man nur noch Knöpfe und der Computer macht den Rest.

Anhand der Maschinengeräusche konnte er genau erkennen, ob und welchen Fehler die Maschine macht. Kleinere Probleme wurden selber behoben, aber wenn gar nichts mehr ging, musste am nächsten Tag der Monteur aus Aachen kommen. Wurde es donnerstags abends später als 22.30 Uhr wusste seine Familie schon, dass wieder etwas schief gelaufen war. Die Druckmaschine ist heute im kleinen Birgdener Heimatmuseum zu sehen.
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