Fracking: Gangelt behält niederländische Pläne im Blick

Von: hama
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Auf gute Nachbarschaft: Das Haus links steht auf niederländischem Gebiet, auf der anderen Straßenseite ist Deutschland – hier Hohenbusch. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Das Thema ist in den Niederlanden scheinbar noch nicht beerdigt und das ist eine traurige Feststellung!“ Der Beigeordnete Gerd Dahlmanns meldete sich im Bau- und Umweltausschuss zum Thema Schiefergas zu Wort.

Die Gemeinde Gangelt hatte in Abstimmung mit dem Kreis Heinsberg seine ablehnende Haltung zu dem, was man landläufig Fracking nennt, kundgetan und dabei die klassischen Argumente ins Feld geführt.

Angeführt wurden die natürlich von der Sorge um das Grundwasser, denn die Wasserversorgung des Verbandswasserwerkes Gangelt speist sich zu großen Teilen aus Bereichen, die unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden liegen. Aufgrund von 2464 Eingaben an das niederländische Wirtschaftsministerium zu diesem Thema wurde eine Erweiterung der Umweltuntersuchungen angekündigt. Endgültige Ergebnisse, und damit wohl auch eine Entscheidung, werden Ende 2015 erwartet.

Diese Ankündigung wurde den Ratsmitgliedern vorgelegt. Es gibt in dem langen Schreiben des holländischen Ministeriums keinerlei Aussage darüber, wie die Tendenz der 2464 Eingaben ist. Es ist aber bekannt, dass es auf Seiten der niederländischen Kommunen durchaus Befürworter der umstrittenen Technik zur Energiegewinnung gibt. Angekündigt ist aber vom Ministerium, „dass auf Behörden- und Verwaltungsebenen weitere Gespräche geführt werden, bevor es zu Beschlüssen kommt.“ Ausdrücklich werden hier deutsche und niederländische Kommunen erwähnt.

Erinnert fühlen kann man sich hier an die Diskussionen rund um die Mülldeponie Abdissenbosch/NL, die vor rund 30 Jahren sehr nahe an der Grenze zur Teverener Heide (Trinkwassergewinnung) gebaut wurde. Einwände von deutscher Seite wurden seinerzeit vom Tisch gewischt und Beschwerdeführer mit damals schon selbstverständlichen Sicherheitsstandards abgespeist.

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