Gangelt - Fotoprojekt mit Bewohnern des Katharina-Kasper-Heims

Fotoprojekt mit Bewohnern des Katharina-Kasper-Heims

Von: Dettmar Fischer
Letzte Aktualisierung:
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Maria Tschöll (vorne) hat sich gerne für die aktuelle Fotoausstellung im Katharina Kasper-Heim ablichten lassen. Einrichtungsleiter Josef Aretz, Rezitatorin Johanna von Bergen und Mitorganisatorin Rita Börder (v.l.) taten es ihr gleich. Foto: defi

Gangelt. Ein Rockstar, eine Königin, eine Karnevalsprinzessin und so manch andere Karriere eines langen Lebens dokumentiert ein Fotoprojekt des Fotografen Olaf Nitz aus Montabauer mit Bewohnern des Katharina-Kasper-Heims Gangelt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Miteinander im Quartier“ sind die Bilder in den kommenden drei Monaten im Katharina-Kaper-Heim in Gangelt zu sehen. Einrichtungsleiter Josef Aretz freute sich über viele Besucher, die zur Vernissiage dieser Ausstellung im Erdgeschoss des Wohnheims gekommen waren und begrüßte unter ihnen auch den Gangelter Ortsvorsteher Gerd Schütz. Auch einige der portraitierten Heimbewohner nahmen an der Eröffnungsfeier teil und hatten durchaus ihre Freude an dem netten „Rummel“ um ihre Person.

Josef Aretz betonte, dass mit der Veranstaltungsreihe „Miteinander im Quartier“ Hemmschwellen überwunden werden sollen. Diese Veranstaltungsreihe, die noch ins kommende Jahr fortgesetzt wird, hat einiges zu bieten. Vom Reibekuchenbacken mit Vertellekes der Gangelter Mundart über den Oktoberfest-Frühschoppen bis hin zu diversen Vorträgen etwa zur Bestattungskultur im Wandel reichen die Programmpunkte.

Mit der Ausstellung dürfte der Wunsch, Hemmschwellen abzubauen, schon in Erfüllung gegangen sein. Dem Fotografen Olaf Nitz ist es gelungen, den Menschen, deren Gesichter er abbildet, ein Profil zu geben, eines das mit dem Begriff Altenheimbewohner nichts gemein hat. Man betrachtet die Bilder und gewinnt das Gefühl, dass man diese Menschen kennenlernen möchte.

Bei manchen wäre dies durchaus möglich, andere, wie etwa Josef Krebs, sind leider schon gestorben. Josef Krebs war in Gangelt bekannt als ein Mensch, der sich noch in der Mundart auszudrücken wusste. Einige seiner Gedanken, die er zu Papier gebracht hatte, trug Johanna von Bergen bei der Vernissage vor. Einer seiner Texte, der die Ausstellung begleitet, trägt den Titel „Läve“ und beginnt so: „Neet en et Jenseits, neet erjes wann, lev lüj, vir läve hie on hüj.“

Die Königin, die Karnevalsprinzessin und der Rockstar, das sind: Magdalena Basten, ihr Einzug am Morgen in der Betreuung ähnelt dem einer Königin, Johann Schmitts, „Hanni“, hat immer die Taschen voller Kamelle, und Joachim Wilms, er genießt seine Auftritte bei Konzerten. Sie alle haben ihr Leben hier und heute gelebt, ihre Biografie ist in den Textenbeiträgen zur Ausstellung nachzulesen. Der Betrachter trifft auf Menschen, die sich bis ins hohe Alter ihre Eigenarten nicht nehmen ließen.

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