Geilenkirchen - Fotoausstellung: Kunst als Ausdruck lebendiger Freundschaft

Fotoausstellung: Kunst als Ausdruck lebendiger Freundschaft

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Impressionistische Fotografiken von Walter Scheufen (l.) sind derzeit dank des Engagements von Sparkassen-Vorstand Thomas Pennartz in der Geilenkirchener Sparkasse zu sehen. Foto: Markus Bienwald
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Scheufens Kollege Guido Beisner sorgte für den musikalischen Part.

Geilenkirchen. Auf die Frage, wie er es denn gemacht hat, gab Walter Scheufen am Freitagabend keine Antwort. „Das muss mein Geheimnis bleiben, allerdings kann ich so viel sagen, dass drei verschiedene Bildbearbeitungsprogramme zum Einsatz kommen“, erklärte er zu seinen seit der Vernissage in der Schalterhalle der Sparkasse in Geilenkirchen ausgestellten Fotografiken.

„Das macht auch alleine vom Namen her schon neugierig“, bemerkte Sparkassen-Vorstand Thomas Pennartz in seiner Begrüßung dazu.

Dass die Ursprungsfotos, die vom leidenschaftlichen Fotografen Scheufen dann im impressionistischen Sinne nachbearbeitet wurden, allesamt in Frankreich entstanden sind, freute den frankophilen Pennartz. In der Weite des Landes könne man durchaus Bilder machen, „wo keine Häuser stehen und wo Häuser stehen“. Es sei immer wieder beeindruckend, wie viele künstlerische Anregungen unser westlicher Nachbar gebe.

Da die Bildschau im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Geilenkirchen und Quimperlé in der Bretagne zu sehen ist, wertete Pennartz dies auch als Ausdruck der 50 Jahre andauernden und immer noch sehr lebendigen Freundschaft der beiden Kommunen. Dass die Werke mit durchweg an den Entstehungsorten angelehnten Namen in der lichtdurchfluteten Halle der Geilenkirchener Filiale zu sehen sind, sah der Sparkassenvertreter als Vorteil an. „Je nach Lichteinfall haben die Bilder ganz andere Farben“, schloss Pennartz.

Welche Farben das sind, erklärte der Künstler selbst gerne. „Wenn ich mich an die Zeiten der analogen Fotografie erinnere, haben wir auch damals versucht, durch Verfremdungstechniken in der Dunkelkammer zu besonderen Bildaus-sagen zu gelangen“, so Scheufen. Dass die Suche nach dem Neuen im Bildausdruck nicht neu ist, zeigte er mit zwei Parallelen.

Zum einen müsse sich der Fotograf angesichts der heutigen Bilderflut einen neuen Weg zum Bild suchen. „Dies ist auch ein Grund für eine Renaissance der Schwarz-Weiß-Fotografie“, erklärte Scheufen. Zum anderen hätten aber auch die Maler des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts vor der Situation gestanden, dass die naturgetreue Wiedergabe durch Porträts und Landschaften ausgedient hatte. Maler wie van Gogh und Renoir orientierten sich daher anders. In dieser Linie sieht Scheufen seine Arbeiten, die auf den ersten Blick bunt, kontrastreich und vielleicht mit zu viel von allem daherkommen.

Wer sich aber auf die großformatigen Fotoarbeiten einlässt, entdeckt immer mehr Details, eine ansprechende Bildkomposition und nicht zuletzt den vielleicht tieferen Sinn hinter dem Motiv. Und am Ende kommt es doch darauf an, dass die Menschen fasziniert sind, da wird die angewandte Technik letztlich dann auch zweitrangig.

Insofern brauchte Walter Scheufen eigentlich auch gar nicht zu verraten, was er da tut, sondern durfte nicht nur seinem Kollegen Guido Beisner für seine Livemusik danken. Er dankte auch Uwe Eggert, denn ohne dessen Engagement, den Sparkassen-Vorstand anzusprechen, wären die außergewöhnlichen Bilder wohl nicht in die Halle der Kreissparkasse gekommen.

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