Fotoausstellung: Faszinierende Momente für die Nachwelt „eingefroren”

Von: g.s.
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Krankenhausseelsorger Meinolf
Krankenhausseelsorger Meinolf Schrage stellt mit Sonja Tümmler eine Fotografin vor, die bis zum 22. November 33 Bilder im Geilenkirchener Krankenhaus ausstellt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Übacher Wasserturm im Spiel der Farben ist ein Bild, das im Flurbereich zwischen den Stationen C3 und B3 im St.- Elisabeth-Krankenhaus dem Betrachter sofort auffällt. Eigentlich sind es drei verschiedene Bilder des Übacher Wahrzeichens, das Sonja Tümmler, von drei unterschiedlichen Farben angestrahlt, mit ihrer Kamera eingefangen hat.

Die Fotografin hat ihr Handwerk noch von der Pike auf gelernt - und zwar in dreijähriger Ausbildung am Klinikum Aachen.

Unter dem Titel „Blickwinkel” stellt sich die Künstlerin zum ersten Mal überhaupt noch bis zum 22. Januar 2012 mit einer Ausstellung der Öffentlichkeit vor. Die 33 Bilder umfassende Präsentation zeigt einen kleinen Querschnitt und erlaubt einen Einblick in das Schaffen von Sonja Tümmler.

„Schon als Kind habe ich fotografiert, meine ersten Motive waren Tiere”, erinnert sich die Übach-Palenbergerin an die Anfänge. Seit fast 30 Jahren arbeite sie nun als professionelle freie Künstlerin. Im Geilenkirchener St.-Elisabeth-Krankenhaus setzt sich die Gruppe „KIK” seit einem Jahrzehnt mit Kunst auseinander.

„KIK” steht für „Kultur im Krankenhaus”, und die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Klinik-Alltag mit Kultur in Form von Kunst ein wenig beschaulicher zu gestalten. So wurden Werke zahlreicher Kunstschaffender in den letzten Jahren im St.- Elisabeth-Krankenhaus einem breiten Publikum und darunter besonders auch den Patienten und Bediensteten des Hospitals zugänglich gemacht. Krankenhausseelsorger Meinolf Schrage ist der Sprecher von KIK und deshalb prädestiniert, bei einer Vernissage die jeweiligen Künstler vorzustellen, wie er das auch wieder bei der Eröffnung von „Blickwinkel” tat.

Auch Sonja Tümmler meldete sich kurz zu Wort und hieß die 30 Gäste zur Eröffnung willkommen. „Für mich ist es wichtig, den Patienten etwas Positives rüberzubringen”, sagte die Fotografin. Von ihrem Ehemann und den vier Kindern erhält sie jegliche Unterstützung, und allesamt sind auch Fans ihrer Werke. Die gewählten Genres und Motive könnten nicht unterschiedlicher sein.

Die Künstlerin hat bei einigen Bildern ganz klar die Schönheiten der Natur im Auge. Ob „Sonnenstrahl” oder „Bibersee” oder die Eifel-Landschaft, Tümmler setzt die Natur so in Szene, wie sie sich zur entsprechenden Jahreszeit präsentiert. Zurück zu den Ursprüngen! - dieser Eindruck drängt sich dem Betrachter auf, wenn er die „wachsame Löwin”, den „anmutigen Wolf” oder das Gorilla-Baby als ganzen Stolz der Mama sieht. Mit Tieren fing schließlich alles bei Sonja Tümmler an. So darf bei der Ausstellung auch „Felino”, die Hauskatze der Familie in der Bildersammlung nicht fehlen. Bei ihren im Zirkus Roncalli entstandenen Werken hat die Übach-Palenbergerin die Welt der Artisten und Trapezkünstler im Blickwinkel. Im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt, zeugen die Zirkusbilder von der Kreativität der Fotografin. Denn ein geübtes Auge gehört dazu, um Bewegung und Licht, „zehntelsekundengenau” aufeinander abgestimmt, für die Ewigkeit „einzufrieren”. Aber auch so Banales wie den Schmetterling auf der Blüte hat Sonja Tümmler perfekt in Szene gesetzt.

Durch Köln und Brüssel ist die Künstlerin gezogen, die Kamera immer zur Hand. Dabei hielt sie Momente für die Nachwelt fest, in einem Augenblick, wie es ihn kein zweites Mal mehr geben kann. So auch eine alte Postkutsche, welche die Betrachter zurückversetzt in die Vergangenheit.

„Ich bin glücklich, meine Werke präsentieren zu können, und hoffe, dass Sie Gefallen daran finden”, lud Sonja Tümmler die Gäste zu einem Rundgang ein.
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