Geilenkirchen - Förderung der Vereine endlich im Stadtrat beschlossen

Förderung der Vereine endlich im Stadtrat beschlossen

Von: Udo Stüßer
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Im vergangenen Jahr schon wollte der Stadtrat eine für alle Vereine gerechtere Lösung, war aber zu keinem Ergebnis gekommen. Foto: dpa

Geilenkirchen. Nach heftigen Diskussionen im Ausschuss für Bildung und Soziales und im Hauptausschuss hat der Geilenkirchener Stadtrat nach erneuter langer Debatte am Mittwochabend die Vereinsförderung und die Reinigungsleistungen in städtischen Umkleidehäusern und Vereinsstätten neu geregelt.

Im vergangenen Jahr schon wollte der Stadtrat eine für alle Vereine gerechtere Lösung, war aber zu keinem Ergebnis gekommen. Auch am Mittwochabend wurde über das von Kämmerer Daniel Goertz vorgelegte Konzept munter diskutiert.

Sicherheit für die Vereine

„Wir können es nicht allen Vereinen recht machen, aber es ist wichtig, dass die Vereine Sicherheit haben“, sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden. Allerdings, so kritisierte er, sei der Informationsfluss der Verwaltung in Richtung Vereine sehr unbefriedigend. „Wir müssen uns nicht mit jedem Verein absprechen, aber wir müssen Meinungen hören und gut zuhören. Wir sollten den Punkt von der Tagesordnung streichen und die Vereine mitnehmen“, sagte Benden.

Christoph Grundmann, Fraktionsvorsitzender SPD, tat sich mit den Reinigungsleistungen schwer. Er wollte deshalb beide Punkte – Reinigungsleistung und Zuschüsse – trennen. „Wir möchten, dass in diesem Jahr noch das Geld an die Vereine ausgeschüttet wird.“

Die Bürgerliste hingegen hatte ihre Probleme eher mit der Vereinsbezuschussung. „Welcher Verein ist zuschussberechtigt?“, fragte Fraktionschef Christian Kravanja und forderte „klare Regeln“. „Wir können hier alles zerreden. Es ist doch bereits alles gesagt, nur nicht von jedem“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Max Weiler.

„Es gibt jetzt einen Topf, aus dem die Vereine gefördert werden. Vereine mit vielen Jugendlichen sollen besonders gefördert werden. Erwachsene zählen ein Drittel, Jugendliche zwei Drittel. Und damit es nicht ins Uferlose geht, wird die Förderung auf 1500 Euro gedeckelt. Was gibt es am Vorschlag des Kämmerers noch zu deuten?“, plädierte Weiler für eine Abstimmung. Auch bei der Reinigung der Vereinsheime würden alle gleich behandelt.

Auch Tom Klein (SPD) beklagte fehlende Informationen: „Freitags kommen die Unterlagen, montags ist Fraktionssitzung, dienstags tagt der Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur und mittwochs bereits der Hauptausschuss. Wir brauchen Zeit, um miteinander zu sprechen.“ Dem stimmte auch Benden zu: „Wir haben nicht alle Informationen, es gibt unterschiedliche Meinungen. Es geht um die Existenz der Vereine. Eine Verschiebung wäre mir lieber.“

Kein Protokoll

Für die Grünen meldete sich auch Ruth Thelen zu Wort: „Die Diskussionen im Ausschuss habe ich nicht mehr auf die Reihe bekommen, ein Protokoll dieser Ausschusssitzung gibt es nicht. Deshalb konnten wir keine vernünftige Diskussion in der Fraktion führen. Dem widersprach Christoph Grundmann: „Wir haben es im vergangenen Jahr nicht hinbekommen, einen Beschluss herbeizuführen. Wenn wir jetzt nicht den Mut haben abzustimmen, gibt das nie etwas.“

Der Rat stimmte schließlich mehrheitlich für das von Daniel Goertz vorgelegte Konzept.

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