Förderschulzweckverband: Eine Schule an zwei Standorten geplant

Von: hama
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Verhandlungen für einen Fortbestand der Gangelter Förderschule laufen. Angedacht ist eine Schule mit zwei Standorten – Gangelt und Oberbruch Das freut auch das Kiosk-Team, dass immer für frische Ware sorgt. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Der Haushalt des Förderschulzweckverbandes steht auch im kommenden Jahr auf einem gesunden Fundament, und die handelnden Personen wurden allesamt in ihren Ämtern bestätigt. Über all dem steht aber die Frage nach dem Fortbestand der Gangelter Förderschule und da kann man sicherlich von mehr als nur einem Silberstreif am Horizont reden.

Der Verbandsvorsitzende, Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler, konnte davon berichten, dass es Verhandlungen gibt, die Don Bosco Schule Heinsberg in Oberbruch (Heinsberg, Waldfeucht und Wassenberg) in den Zweckverband der Gemeinde Gangelt und Selfkant und der Stadt Geilenkirchen aufzunehmen.

Angedacht ist dann eine Schule mit zwei Standorten – Gangelt und Oberbruch. Es steht aktuell zu erwarten, dass die geforderte Mindestschülerzahl von 144 von beiden Zweckverbänden zusammen leicht zu erreichen sei – es müssen allerdings nach der Vorgabe der Bezirksregierung mindesten 72 pro Standort sein, um ein ausreichendes Schulangebot zur Verfügung stellen zu können.

Angesprochen wurde auch die Aufnahme von Schülern, die nun an der auslaufenden Janusz-Korczak-Schule in Übach-Palenberg nicht mehr angenommen werden. „Unser Ziel muss es sein, beide Standorte so lange wie möglich zu erhalten“, so Thomas Fiedler. Dabei gelte es, die Standards der Schulen hoch zu halten, streute Jürgen Benden (Geilenkirchen) in die Diskussion ein.

„Wir sehen hier in Gangelt die Erfolge einer hohen Qualität!“ Darin waren sich die Ausschussmitglieder einig. Verhandelt werden muss unter anderem noch über die Art der Schülerbeförderungen. Die Mitglieder der Verbandsversammlung werden über den Fortschritt in den Verhandlungen auf dem Laufenden gehalten.

Mit so viel Wind im Rücken las sich der Bericht von Schulleiter Marcel Driessen schon viel leichter. 107 Schüler werden von 14 Lehrkräften und fünf Mitarbeitern im Nachmittagsbereich betreut. Sieben Lehrer arbeiten im Rahmen der Inklusion in Regelschulen.

Zwei Bundesfreiwillige verstärken das Team, und zwei Integrationshelfer betreuen jeweils einen Schüler. Driessen ging auf die gemeinsamen Feiern ein, berichtete von einem in Teilen umgestellten Unterrichtskonzept und konnte von einer neuen Computeranlage berichten.

An der offenen Ganztagsschule nehmen knapp 30 Schüler teil, die Berufsvorbereitung bezeichnete er als „Erfolgsgaranten“ und konnte hier auf Erfolge der 20 Entlassschüler verweisen. Die offene Ganztagsschule, das Beförderungssystem, die Schulsozialarbeit, die Berufsorientierung, Ergotherapie, Logopädie und einige mehr, „führen in der Summe dazu, dass sich die Eltern für unsere Schule entscheiden!“

Als problematisch sah Marcel Driessen an, dass das Land auf die Inklusion setze und damit den Erhalt der Förderschule erschwere. Der Elternwille gehe ebenfalls deutlicher in dieser Richtung. Allerdings, so Driessen weiter, erfahre er aus Rückmeldungen, „dass die Regelschulen mit der sonderpädagogischen Förderung noch überfordert sind!“

Der Haushalt 2015 des Verbandes wurde vom Gangelter Beigeordneten Gerd Dahlmanns vorgestellt. Im Ergebnisplan sieht er Erträge von 387.000 Euro, Aufwendungen von 364.500 Euro. Im Finanzplan stehen Einnahmen von 341.000 Euro Ausgaben von 287.000 Euro gegenüber. Die Umlage wurde auf 340.000 Euro festgelegt und verteilt sich auf Gangelt (72.959 Euro), Geilenkirchen (196.451 Euro) und den Selfkant (70.590 Euro).

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